1. www.azonline.de
  2. >
  3. Lokales
  4. >
  5. Gescher
  6. >
  7. Mit Prozenten und Pralinen

  8. >

Beim Heimatshoppen setzen die Einzelhändler auf Beratung und Erlebniseinkauf

Mit Prozenten und Pralinen

Gescher

Der Handel im Internet boomte, als wegen Corona die Geschäfte in Gescher monatelang geschlossen bleiben mussten. Deshalb war es besonders wichtig, dass die Aktion des Stadtmarketings unter dem Titel „Heimatshoppen“ wieder auflebte.

Von Elvira Meisel-Kemper

Was Süßes: Eine Kundin (l.) freut sich über eine Praline aus dem Hause Imping in Vreden, die ihr Karin Krumme (r.) und Martin Pollmann, einer der Inhaber der Weinhandlung Secco, als Dankeschön für den Besuch überreichen. Foto: Fotos: emk

Dabei gibt es immer „Dauerbrenner“ von Geschäften oder Handwerksbetrieben, die sich regelmäßig daran beteiligen. Sie boten nicht nur das Shoppen mit fachkundiger Beratung in ihren Geschäften, sondern auch einige Aktionen. Preisnachlässe von 20 Prozent erwarteten die Besucher im Malerfachbetrieb Robers auf die neue Marke von Farben und Lacken. „Unseren Betrieb gibt es schon über 50 Jahre“, freute sich Andrea Robers, die mit ihrem Mann Frank das Geschäft und den Handwerksbetrieb in dritter Generation führt. „Die Kunden freuen sich über die grünen Taschen mit dem neuen Gescherlogo. Sie haben auch Spaß an den Stempelkarten und der Verlosung“, ergänzte Robers. Marcel Pierk kam als Kunde ganz gezielt in das Geschäft: „Heute geht es weiter mit der Renovierung zu Hause. Für Heimatshoppen haben wir leider keine Zeit.“

Auch bei Betten Heselhaus kamen einige Kunden ganz gezielt. „Heimatshoppen mache ich nicht mit wegen Corona. Was ich brauche, besorge ich mir auch so“, begründete Kundin Susanne Schlüter ihren Besuch in diesem Geschäft. Anne Heselhaus und Tochter Pia Heselhaus-Hahn fanden das auch ganz in Ordnung. Sie feierten beim Heimatshoppen ihr 20. Geschäftsjubiläum. Johannes Heselhaus, der Mann von Anne Heselhaus, gründete das Geschäft als Groß- und Einzelhandel. „Mittlerweile ist es nur noch Einzelhandel. Seit 2012 führen wir beiden Frauen das Geschäft. Die Kunden kommen auch hier teilweise wegen der Aktion Heimatshoppen“, berichtete Anne Heselhaus. „Eine vollgestempelte Karte mit drei Stempeln hatte ich heute schon“, freute sich Pia Heselhaus-Hahn am frühen Samstagmorgen. „Leider gibt es bei dieser Aktion keine einheitlichen Geschäftszeiten. Wir haben auch beobachtet, dass die Kunden seit Corona mit konkreteren Wünschen zu uns kommen“, sagte Anne Heselhaus.

Es gibt allerdings auch Besucher der Aktion „Heimatshoppen“, welche gerade die Aktionsangebote in Bekleidungsgeschäften nutzen wollten. Silke Eßling legte ihre Besorgungen auf den Samstag. „Heute haben manche Läden länger offen. Allerdings bin ich weniger wegen der Stempelkarte unterwegs. In der Tasche habe ich sie dennoch“, räumte Eßling im gut besuchten Bekleidungsgeschäft „Peoples“ ein.

Etwas ruhiger ging es beim Weinhandel Secco zu gleich schräg gegenüber. „Leider läuft heute vieles über das Internet. Persönliche Beratung ist das A und O für uns Einzelhändler. Wir bieten ein bisschen Erlebniseinkauf mit einer Praline aus dem Hause Imping in Vreden oder einem Glas Prosecco oder Wein. Das wird super angenommen“, freute sich Martin Pollmann, der mit Klaus Schnieder das Geschäft führt. Am Freitag zum Auftakt waren es rund 50 Kunden, am Samstagmittag gezählte 50 Kunden und damit deutlich mehr als an normalen Geschäftstagen.

Startseite