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Zwei Realschüler assistieren am Boys und Girls Day in der Tierarztpraxis Marquardt

Mit starken Nerven am Operationstisch

Gescher (wr). „Ich hab gedacht, dass ich gern was mit Tieren machen möchte. Also bin ich zu Tierarzt Marquardt gefahren und hab gefragt“, erzählt der zwölfjährige Lennart Beeke, wie er zum Boys Day an seinen „Job“ in der Tierarztpraxis gekommen ist. Dass er dort am Donnerstagmorgen auf Klassenkameradin Laura Roling stieß, war Zufall, von dem beide nichts ahnten. Denn auch das Mädchen aus der 7a der Realschule wollte gern in eine Tierarztpraxis hineinschnuppern, rief bei Marquardt an: Und der hieß sie ebenso willkommen. „Wir nehmen regelmäßig Praktikanten und auch am Girls beziehungsweise Boys´ Day sind Schüler bei uns gern gesehen.“ Marquardt weiß, dass sich gerade Kinder für Tiere interessieren.

Helene Wentker

Schon am Morgen stand die Nervenstärke der beiden jungen Gescheraner auf dem Prüfstand: Der Tierarzt kastrierte eine Hündin. Unter Narkose, versteht sich. Doch als der Veterinär den Bauchraum der Hündin öffnete und sich Eingeweide und Gedärm zeigten, da mussten die Schüler schon zeigen, „dass sie hart im Nehmen sind“, so Marquardt. Als später ein anderer Hund narkotisiert wurde, um von seinem Zahnstein befreit zu werden, war das bereits eine harmlose Erfahrung.

Nachmittags durften die zwei dann die Sprechstunden miterleben. Kleintiere vom Wellensittich bis zu Katze, Hund oder Maus geben sich mit ihren Besitzern ein Stelldichein, etwa weil Entwurmung oder Impfung anstehen – oder weil ein Wehwehchen zwackt.

Auch nach diesem Tag bleibt Lennart, der selbst fünf Reptilien sein eigen nennt, seinem Berufswunsch Zweiradmechaniker treu. Laura dagegen würde sich später gern den Traum von der Tierärztin erfüllen.

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