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Provisorium für Wärmeversorgung an der Pankratiusschule

Nahwärmekonzept weiter verfolgen

Gescher

Zur Überbrückung der Wärmeversorgung an der Pankratius-Grundschule wird ein Provisorium erstellt. Die Kosten hierfür belaufen sich für die kommende Heizperiode (sieben Monate) auf etwa 23 800 Euro für die Leihanlage und 16 500 Euro für den Brennstoffverbrauch.

Von Manuela Reher

Für die Pankratiusschule wird als Überbrückung ein Provisorium für die Wärmeversorgung erstellt. Foto: Foto: Manuela Reher

Das Projekt Nahwärmeversorgung wird die Stadt allerdings weiterhin im Blick behalten. So hat der Ausschuss für Infrastruktur, Landwirtschaft und Umwelt jetzt einstimmig die Verwaltung beauftragt, das Ziel im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes weiter zu verfolgen.

Wenn der zu erwartende positive Förderbescheid zum Klimaschutzmanager endlich im Rathaus auf dem Tisch liegt, soll das förderfähige Projekt Nahwärmeversorgung umgesetzt werden. Die Förderhöhe beläuft sich maximal auf 50 Prozent der Kosten und maximal auf 200 000 Euro.

Als förderfähige Erstmaßnahme ist bereits Mitte 2019 eine mit Pellets betriebene Nahwärmeversorgung der öffentlichen Gebäude um die Pankratius-Schule (Pankratius-Schule, Turnhalle, Bücherei, Heinrich-Hörnemann-Haus, Glockenmuseum, altes Kutschenmuseum) angedacht gewesen.

Als Fördervoraussetzung sind zwingend ein genehmigtes Klimaschutzkonzept und ein geförderter Klimaschutzmanager erforderlich.

Bürgermeisterin Anne Kortüm erläuterte dazu: „Bis Ende Oktober 2020 war die Bezuschussung des Klimamanagers nicht abschließend beschieden. Dementsprechend ist und war die Nahwärmeversorgung noch nicht förderfähig.“

Aufgrund des Baufortschritts an der Pankratius-Schule sei vorab die Ingenieurleistung ausgeschrieben und bis zur Entwurfsplanung, die nicht förderschädlich ist, an das Unternehmen Energielenker vergeben worden, wie Klaus Schnieder, Leiter des Gebäudemanagements der Stadt Gescher, mitteilte.

Aus Klimaschutzgesichtspunkten trage die mit Pellets betriebene Nahwärmeversorgung bei abschließender Umsetzung (Anschluss aller geplanten Gebäude) erheblich zur Kohlendioxid-Reduktion bei, schilderte Schnieder. Die Reduktion für die anzuschließenden Gebäude betrage 88 Prozent. Wenn alle städtischen Gebäude berücksichtigt würden, wäre dies ein Anteil von immerhin acht Prozent.

Zum Provisorium für Wärmeversorgung an der Pankratiusschule erläuterte Tobias Dollberg (Energielenker Beratungs GmbH, Greven), dass die Heizzentrale aus einem Container und einem Stahlbehälter in Siloform bestehe und die Technik zum Beispiel durch eine Holzverkleidung von außen kaum sichtbar sei.

In der Sitzung des Fachausschusses mahnte Klaus Schonnebeck (SPD), die CO2-Bepreisung dringend in den Blick zu nehmen. Stephan Pierk (Grüne) betonte, dass zusätzliche Kosten (zum Beispiel für eine Wärmepumpe) bekannt sein müssten. Die Sitzungsvorlage gebe keine Information darüber. „Wir müssen uns schließlich für die Zahlen verantworten“, sagte er.

Bürgermeisterin Anne Kortüm teilte mit, dass die Stadt bereits einen Bewerber als Klimaschutzmanager ausgewählt habe. Die Stadt warte dringend auf den Förderbescheid, um den Bewerber einstellen zu können. In besonderen Fällen könnte man mit dem Klimaschutzprojekt beginnen, ohne dass sich das schädigend auf die Förderung auswirke.

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