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Umsätze in Handel und Gastronomie sollen mit 100 000 Euro aus der Stadtkasse angekurbelt werden

Neuauflage für Gescher-Gutschein

Gescher. Hinter Handel und Gastronomie liegen harte Lockdown-Monate. Einen positiven Impuls in schwierigen Zeiten hat im vergangenen Jahr die Stadt Gescher gesetzt, indem sie 100 000 Euro für ein digitales Gutscheinsystem zur Verfügung stellte. Diese Aktion soll eine Neuauflage erleben: Folgt der Haupt- und Finanzausschuss der Empfehlung der Verwaltung, kommen in diesem Jahr erneut subventionierte Gescher-Gutscheine auf den Markt, um die Bürger in die Geschäfte und in die Gaststätten zu locken. Die Mittel von 100 000 Euro sind auf Antrag der UWG in den Haushalt 2021 eingestellt und mit einem Sperrvermerk versehen worden. Dieser soll aufgehoben werden, empfiehlt die Verwaltung, denn die Situation des Einzelhandels und der Gastronomie sei aufgrund der weiter andauernden pandemischen Lage „immer noch angespannt“.

Jürgen Schroer

Stark nachgefragt wurde der geförderte Gescher-Gutschein im vergangenen Jahr – zu den ersten Käufern im Stadtmarketingbüro zählte Familie Köning (im Bild mit Birgit Meyer und Elke Würz). Heute berät der Haupt-und Finanzausschuss über eine Neuauflage der Aktion. Foto: Archiv

Der Clou bei dieser Aktion: Mit dem Förderbetrag der Stadt werden die Gescher-Gutscheine zu 25 Prozent subventioniert, sodass am Ende mit 100 000 Euro Einsatz ein Umsatz von 400 000 Euro in den örtlichen Betrieben generiert wird. „Im vergangenen Jahr wurde die Aktion seitens der Bürgerinnen und Bürger sehr gut angenommen“, bilanziert die Verwaltung in ihrer Vorlage zur heutigen Sitzung. Die Gutscheine waren schnell ausverkauft. Aufgrund der weiteren Lockdowns wurde die Einlösefrist zunächst von Dezember 2020 auf März 2021 und dann noch einmal bis zum Ende dieses Jahres verlängert. Mehr als 392 000 Euro des gesamten Gutscheinbetrages sind mittlerweile ausgegeben worden.

Ähnlich wie in Nachbarorten wie Stadtlohn und Ahaus will die Stadt Gescher erneut mit öffentlichen Mitteln die Umsätze ankurbeln. Die aktuellen Regelungen „hemmen die Kauflust der Kundinnen und Kunden weiterhin stark“, heißt es in der Sitzungsvorlage. Die Außengastronomie dürfe zwar seit Mitte Mai wieder öffnen, aber nur mit negativem Schnelltest. Diese Tatsache und auch die schlechte Witterung führten zu einer noch sehr verhaltenen Nutzung der Außengastronomie. „Insgesamt ist die örtliche Wirtschaft immer noch stark durch die Pandemie benachteiligt und bedarf weiterer Unterstützung“, so die Einschätzung der Verwaltung.

Vorgeschlagen wird, mit dem Verkauf der Gutscheine zum 1. Juli zu starten. Die Gutscheine sollen wieder über das digitale System (www.gescher.app) erhältlich sein oder „offline“ im Stadtmarketingbüro an der Armlandstraße. Wie gehabt erfolgt eine 25-prozentige Förderung – wer also beispielsweise einen 100-Euro-Gutschein (Maximalbetrag) erwirbt, muss dafür aus eigener Tasche nur 75 Euro zahlen. Der Haupt- und Finanzausschuss befasst sich am heutigen Mittwoch (öffentliche Sitzung ab 18 Uhr im Rathaus) mit diesem Thema. Geht die Politik diesen Weg mit, können Bürger den Gescher-Gutschein in der Zeit vom 1. Juli bis zum 30. September 2021 erwerben und bis zum 31. Dezember dieses Jahres in den beteiligten Geschäften und Lokalen einlösen. Danach, so heißt es, verfällt zumindest der geförderte Teil des Gutscheins.

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