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Planer stellt Konzept für Neugestaltung des Rodelberg-Spielplatzes vor

Per Tunnel-Rutsche ins Kinderglück

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Keine hohe persönliche Beteiligung hatte die Vorstellung des ersten Planungsentwurfes des Spielplatzes Rodelberg im Rahmen der Bürgerbeteiligung im Rathaus, zu dem die Erste Beigeordnete Kerstin Uphues jetzt eingeladen hatte. So standen die sorgsam aufgereihten selbstgebauten Modelle von Kindern und Jugendlichen alleine ohne die Ersteller auf den Tischen, die die Wünsche für die Planungen aufzeigen sollten.

Von Rüdiger Sondermann

Für 200 000 Euro soll der Großspielplatz Rodelberg im nächsten Frühjahr aufgewertet werden. Erste Beigeordnete Kerstin Uphues und Landschaftsarchitekt Rolf Teschner stellten das Konzept vor. Foto: Foto: son

Im Vorfeld hatte es dagegen eine hohe Beteiligung aller Altersgruppen bei den Vorschlägen zur Spielplatzgestaltung gegeben – dafür bedankte sich Uphues in ihrer Begrüßung ausdrücklich. Im Rahmen des Spielplatzkonzeptes der Stadt Gescher sei bekanntlich vorgesehen, kleine Spielplätze zu reduzieren und größere Spielflächen attraktiver zu gestalteten. Das gelte vor allem für die Areale am Rodelberg, im Stadtpark und in der Neuen Mitte von Hochmoor, die insbesondere nicht nur für Gescheraner Bürger, sondern auch als Magnet für Touristen attraktiver gestaltet werden sollen. Über die Förderung über das Vital.NRW-Programm sei die Stadtverwaltung nun in der Lage, unter Beteiligung des Büros von Landschaftsarchitekt Rolf Teschner einen ersten Entwurf mit realisierbaren Wünschen für die Rodelbergfläche vorzustellen.

Da es sich um ein Landschaftsschutzgebiet handele, sei eine Prüfung durch den Kreis Borken notwendig. Da zudem ein begrenztes Budget zur Verfügung stehe, könnten nicht alle Ideen verwirklicht werden. Des Weiteren könnten Teile des Bereiches durch den angrenzenden See bei Hochwasser angeflutet werden, sodass hier außer einer auf L-Steinen gesetzten Multifunktions-Holzbühne keine Geräte aufgestellt werden können.

Neben der Rodelbahn soll eine schlangenförmige Tunnel-Rutsche aus Edelstahl, mit seitlichen lichtdurchlässigen Fenstern und 80 Zentimeter Durchmesser aufgebaut werden, die zudem noch in verschiedenen Höhen seitliche Einstiege ermöglicht. Der Zugang zur Rutsche nach oben soll neben einem sogenannten Knüppelgang auch mit Seilbrücken unterschiedlicher Bauart begehbar sein, die natürlich den Spaßfaktor zusätzlich erhöhen werden.

Insgesamt wird der große Spielplatz in drei Sektionen für unterschiedliche Jahrgangsgruppen aufgeteilt, die in den verschiedenen Bereichen eine Kletterkombination mit zwei Rutschen und aufgesetztem Häuschen beinhalten, eine Kletteranlage mit Handlauf-Rutsche und Seilen, Seil-Hängematten, eine Gruppenwippe mit Seilnetzen, Trampoline mit integrativem Zugang für Rollstühle inklusive kleiner Rampe, eine Teamschaukel (Erwachsene/Kind), Netzschaukel und Doppelschaukel. Alle Bauteile seien überwiegend in Deutschland aus Rubinienholz gefertigt. Zudem soll es aus den Anregungen einen „Streichelzoo“ aus Holztieren geben, der mit einem ca. 140 Zentimeter großen Pferd und einem liegenden Esel versehen wird. Ein Holzpferd mit offenem Karren mit innenliegendem Sandspielplatz soll den Bereich ergänzen. Für die älteren Jahrgänge soll es einen Basketballbereich mit zusätzlichen Übungs-Wurfkörben mit Trichtern und Öffnungen auf verschiedenen Höhen geben.

Vorgesehen ist auch eine Calisthenics-Anlage, dabei handelt es sich vereinfacht um einen Fitness-Parcours, auf dem das eigene Körpergewicht für Krafttraining genutzt wird. Geplant seien ferner ein Boule-Platz sowie unterfahrbare Picknicktische. Am Seeufer sollen Landschaftsliegen die derzeitigen Bänke ersetzen.

Aus der anwesenden Bürgerschaft kamen zum Abschluss noch gezielte Anregungen zur Lärmvermeidung bei den Anwohnern und damit eventuelle mögliche Verschiebungen der einzelnen Spielbereiche, die bei den weiteren Planungen einbezogen werden sollen. Erste Beigeordnete Kerstin Uphues dankte zum Schluss für alle Anregungen. Damit der Feinschliff des Konzeptes möglichst zeitnah erfolgen könne, bat sie bei Fragen zur weiteren Planung um Rückmeldung bis zum 30. November.

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