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26 heimische Unternehmen öffnen ihre Türen zur „Nacht der Ausbildung“

Reinschnuppern und informieren

Gescher

In der Nacht der Ausbildung, an der 26 Unternehmen aus Gescher und Hochmoor teilnahmen, ging es darum, reinzuschnuppern, sich ranzutasten und sich zu informieren. Zahlen über die Besucher lagen Heike Twyhues, Wirtschaftsförderin der Stadt Gescher, am Morgen danach noch nicht vor: „Das Konzept war bewusst niederschwellig angelegt. Die Besucher sollten auf offene Gesichter der Unternehmen treffen. Es waren Betriebe dabei, die wurden überrannt, andere hatten weniger Besucher.“

Von Elvira Meisel-Kemper

Auch die Stadtverwaltung Gescher beteiligte sich an der diesjährigen Nacht der Ausbildung. Hassan Hashimi (rechts.) erkundigte sich im Rathaus bei Leon Meister (Stadt Gescher) nach einer Ausbildung als Fachinformatiker. Foto: Fotos: Elvira Meisel-Kemper

Vor allem nach Berufen in der IT-Branche sei am meisten nachgefragt worden. Aus diesem Grund ging auch Hassan Hashimi zuerst ins Rathaus, um sich bei Leon Meister (Stadt Gescher) über genau diese Berufsrichtung zu informieren. „Wir bilden Fachinformatiker und Fachleute für Systemintegration leider erst wieder 2023 aus. IT-Berufe werden heute in jedem Unternehmen gebraucht“, machte Meister dem jungen Mann Mut, sich umzuschauen. „Ich habe schon viel mit dem Computer gemacht. Eine Ausbildung habe ich dafür noch nicht gemacht“, begründete Hashimi sein Interesse.

Verwaltungsfachangestellte bildet die Stadt ebenso aus. Dafür interessierte sich die Abiturientin Elisa Koller. „Ich möchte mich heute generell informieren. Am liebsten würde ich etwas mit Gestaltung machen. Ich möchte direkt in die Ausbildung oder vielleicht in ein duales Studium“, so Koller. Auch darüber informierten die Mitarbeiter der Stadt, da in einem dualen Studium in Kooperation mit der Hochschule für Polizei und Verwaltung in Münster eine Art Jurastudium mit dem Abschluss des Bachelor of Laws möglich sei. Christoph Ahlers (Landschaftsgärtner am Bauhof) wartete noch auf Besucher. Gärtner mit Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau sowie Straßenanwärter würden dringend gesucht, warb Ahlers.

Jenny Brandt ist im dritten Lehrjahr als Industriekauffrau bei der Firma ETV Eing Textil-Veredelung GmbH & Co.KG tätig. Zusammen mit Christine Althaus (HR-Management und Ausbilderin) empfing sie die Besucher. „Ich habe mir den Beruf vorher nicht so vielseitig vorgestellt. Es ist jeden Tag etwas Neues, es ist nie der gleiche Ablauf“, warb Brandt. Aufmerksam hörte Besucherin Elina Leuschner aus Stadtlohn zu, die sich für diesen Beruf interessierte. „Ich mache gerade das Fachabitur für Wirtschaft und Verwaltung in Stadtlohn“, nannte sie ihre Voraussetzung.

„Wir bilden auch Fachinformatiker, Produktveredler für Textil, Elektroniker, Industriemechaniker und Textillaboranten aus. Gerade für den Beruf des Produktveredlers suchen wir dringend Nachwuchs. Vor Corona hatten wir zwölf bis 15 Auszubildende in allen Bereichen, jetzt sind es nur noch vier“, ergänzte Althaus.

Andrea Ahlmer (Ahlmer GmbH & Co.KG Maschinen- und Gerätebau) bildet in ihrem Betrieb Metallbauer und Konstruktionstechniker aus: „Metallbau ist das Handwerk. Im August 2022 fängt bei uns ein Azubi als Metallbauer an. Er unterschrieb den Vertrag gerade eben nach einem Praktikum bei uns.“ Ein Praktikum sei hier jederzeit möglich.

Dachdecker, Metallbauer, technische Systemplaner und kaufmännische Berufe bildet die Firma Sicon Unternehmensgruppe an. „Wir brauchen vor allem technische Systemplaner. Das war früher der technische Zeichner. Es macht Spaß zu zeichnen und zu entwerfen am PC. Ich bin aber auch nah an der Baustelle und nah an der Praxis“, äußerte sich Bastian Dillhage. Er ist fast fertig mit seiner Ausbildung zum technischen Systemplaner in dieser Firma.

26 Firmen mit sehr unterschiedlichen Angeboten zeigten die Vielfalt der Berufe. Vor allem im Gewerbegebiet Süd-West haben sich viele neue Betriebe wie Sicon und Ahlmer angesiedelt. „Wir wollten und konnten auch zeigen, was Gescher kann und was wir in Gescher zu bieten haben“, betonte Heike Twyhues.

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