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Interessengemeinschaft Stadtpark bekommt Zuschuss von 15 000 Euro

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Groß dürfte die Freude bei der Interessengemeinschaft (IG) Stadtpark über einen städtischen Zuschuss in Höhe von 15 000 Euro sein. Der Ausschuss für Infrastruktur, Landwirtschaft und Umwelt hat jetzt bei drei Gegenstimmen einem entsprechenden Antrag zugestimmt. Die Mittel sollen aus dem Haushaltsansatz 2021 für das Spielplatzkonzept bereitgestellt werden.

Von Manuela Reher

Das Baumhaus im Stadtpark ist unter anderem mit Fördergeldern aus dem Programm „Berkel Schlinge“ möglich geworden. Foto: Foto: Archiv

IG-Sprecherin Petra Cordes bekam in der Sitzung des Fachausschusses Gelegenheit, für das Vorhaben der IG zu werben. Das Geld soll für eine „verlässliche und nachhaltige Planung“ für die Grünanlage verwendet werden. So solle eine Stadtplanerin beauftragt werden. Außerdem seien erste kleinere Maßnahmen, wie zum Beispiel das Entfernen der in die Jahre gekommenen Waschbetonplatten vorgesehen. Petra Cordes sicherte zu, dass die IG weiterhin Spendengelder suchen werde. „Wir wollen das Stadtsäckel nicht über Gebühr beanspruchen“, kommentierte sie.

Voraussetzung für die Auszahlung des städtischen Zuschusses ist laut Beschluss des Fachausschusses, dass die Verwaltung bei der Erarbeitung des Gesamtkonzeptes für den Stadtpark weiterhin intensiv eingebunden wird und die beteiligten Ausschüsse regelmäßig über den Sachstand informiert werden.

Die Umsetzung von Maßnahmen soll nur nach vorheriger Zustimmung durch die Verwaltung und durch die zuständigen Fachausschüsse erfolgen. Petra Cordes versicherte: „Wir können nicht einen Stein umdrehen, wenn die Stadt nicht zustimmt.“

Dieses Thema war auch Gegenstand der vorangegangenen intensiven Beratung in der Sitzung des Fachausschusses. Stephan Pierk (Grüne) forderte: „Das Heft des Handelns soll die Stadt in Händen halten.“ Die Planung sei „wunderschön“, aber man müsse bedenken, dass noch genügend Geld aus den Mitteln für das Spielplatzkonzept (insgesamt 250 000 Euro) für andere Projekte übrig sein müsse, wie zum Beispiel für die „Grüne Mitte“ in Hochmoor.

Die Erste Beigeordnete Kerstin Uphues wies darauf hin, dass nicht festgelegt sei, wie viel Geld für die einzelnen Projekte ausgegeben würde. Sie erinnerte sie daran, dass bereits ein Baumhaus und ein Spielzeug-Verleihschrank zum Teil mit Fördergeldern aus der „Berkel Schlinge“ finanziert werden konnten. Weitere Fördergelder für den Jugendbereich seien zu erwarten. Kerstin Uphues kommentierte: Wir sind sehr stolz darauf, dass wir so eng und kooperativ mit der IG Stadtpark zusammenarbeiten.“

Für ihre Fraktionen erklärten Hermann Upgang-Rotert (CDU) und Werner Bönning (UWG), dass sie voll hinter dem Projekt Stadtpark stehen. Anne Knüsting (CDU) führte ebenfalls ins Feld, dass die Stadt durch das bürgerschaftliche Engagement einen großen Gewinn habe.

Klaus Schonnebeck (SPD) appellierte an alle Fraktionen, „den Knoten durchzuschlagen“, dem Antrag der IG Stadtpark zuzustimmen und der IG damit das entsprechende Vertrauen entgegenzubringen. „Es kann sein, dass im Stadtpark noch viel mehr möglich ist“, sagte er. Bürgermeisterin Anne Kortüm betonte, dass daher eine fundierte Planung nötig sei. Man müsse außerdem bedenken, dass der Park kein reiner Spielplatz sei, sondern von allen Generationen genutzt werden soll.

Neben dem Zuschuss von 15 000 Euro in 2021 hat der Fachausschuss die Verwaltung beauftragt, im Haushalt 2022 einen weiteren Zuschuss aus dem Spielplatzkonzept in Höhe von 15 000 Euro einzuplanen, um die Umsetzung erster nachhaltiger Pflegeansätze im Stadtpark und dazu notwendiger Wissensvermittlung sicherzustellen.

Die IG Stadtpark befindet sich in der Vereinsgründungsphase, wie Petra Cordes erläuterte. In der Satzung seien noch zwei Punkte nachzubessern, damit der gemeinnützige Verein NATÜRlich Gescher e.V. aus der Taufe gehoben werden könne.

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