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Lenkungsgruppe soll Baumaßnahme der Von-Galen-Schule begleiten

„Wir brauchen vernünftige Ideen“

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Die Politik bleibt dabei: Für die Ertüchtigung oder den Neubau der Von-Galen-Schule soll zunächst ein Architektenwettbewerb vorgeschaltet werden. Der Stadtrat hat diesen Beschluss mit großer Mehrheit bei 25 Ja-Stimmen gefasst. Ebenfalls soll eine Lenkungsgruppe einberufen werden, die die Baumaßnahme der Von-Galen-Schule begleiten soll.

Von Manuela Reher

15 000 Quadratmeter groß ist das Gelände, auf dem die Von-Galen-Schule steht. Eine Erweiterung oder ein Neubau ist geplant. Um alle am Prozess Beteiligten (Schulleitung, politische Vertreter, Verwaltung, Architekt etc.) rechtzeitig in das Verfahren einzubinden und ihnen die Gelegenheit zu geben, von Anfang an die Baumaßnahme zu begleiten, wird eine Lenkungsgruppe eingerichtet. Foto: Foto: Manuela Reher

Der Entscheidung ist eine lebhafte Diskussion in der Ratssitzung vorangegangen. CDU-Fraktionschef Thomas Kloster meinte: „Wir wollen nicht das schönste Gebäude haben, sondern ein schönes Gelände.“ Auf dem 15 000 Quadratmeter großen Schulgelände habe man viele Möglichkeiten - im Gegensatz zur Pankratiusschule, wo man für die Erweiterung und den Umbau nur 3500 Quadratmeter zur Verfügung gehabt habe.

Bürgermeisterin Anne Kortüm rechnete vor, dass ein europaweiter Wettbewerb rund 140 000 Euro kosten könne. Außerdem würden Architekturbüros abgeschreckt, wenn man offen lasse, für welche Variante, Neubau oder Sanierung und Erweiterung, man sich entscheide. Wolfgang Brüggestrath (Grüne) regte an, den Architektenwettbewerb auf die Umbau-Variante zu beschränken. Allerdings hielt er eine Lenkungsgruppe nicht für notwendig. Das sahen die Sozialdemokraten Ansgar Heming und Klaus Schonnebeck gänzlich anders. Auch Matthias Bergmann (UWG) hob hervor, dass es „völlig normal“ sei, einen Wettbewerb durchzuführen. „Wir brauchen vernünftige Ideen und sollten nicht nur die Erstellungskosten berücksichtigen“, sagte Günter Schültingkemper (CDU).

Bürgermeisterin Anne Kortüm hingegen meinte, dass bei einer Differenz von fünf Millionen Euro zwischen den Kosten für eine Sanierung und einem teuren Neubau die Entscheidung nicht schwer fallen dürfe. Außerdem habe eine Ertüchtigung der Gebäude den Vorteil einer kürzeren Bauzeit. „Alle Fakten sprechen für eine Sanierung“, meinte auch Stefan Pierk (Grüne). Ein Neubau habe energetisch keinen Vorteil, sorge aber dafür, dass die Schüler jahrelang in Containern unterrichtet werden müssten.

Die Erste Beigeordnete Kerstin Uphues betonte, dass das Büro Kersting + Gallhoff Architekten PartGmbB lediglich ein Soll-Ist-Raumprogramm erarbeitet habe. Das seien Ideen für eine mögliche Bebauung auf dem Gelände gewesen, sagte sie. Das Raumprogramm sei mit der Schulleitung und der Schulaufsicht für den Kreis Borken abgestimmt worden.

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