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Neubau oder Sanierung der Feuerwache am Venneweg im Blick / Auslagerung der Rettungswache geplant

„Wir tragen Verantwortung“

Gescher

Einig waren sich die Mitglieder des Rates der Stadt Gescher, dass es an der Bahnhofstraße kein neues Rettungszentrum geben wird. Auch einer Auslagerung der Rettungswache aus dem Gebäude am Venneweg stimmte der Rat zu. Zudem soll mit einem Gutachten geprüft werden, ob die Hilfsfristen mit dem Standort des Rettungszentrums am Venneweg 18 auch in Zukunft eingehalten werden können.

Von Manuela Reher

Noch sind die Feuerwehr, der DRK-Ortsverein und die Rettungswache unter einem Dach am Venneweg 18 untergebracht. Das soll sich in Zukunft ändern. Foto: Foto: Archiv

Der vierte Punkt, über den der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung öffentlich beschließen sollte, wurde allerdings in den nicht öffentlichen Teil verlegt. Es ging darum, das Planungsbüro Kersting + Gallhoff zu beauftragen, eine sogenannte Leistungsphase „0“ zu erstellen. Ziel soll es sein, zu überprüfen, ob eine Ertüchtigung des Bestandsgebäudes am Venneweg 18 oder aber ein Neubau auf dem vorgenannten Grundstück die wirtschaftlichere beziehungsweise technisch geeignetere Variante darstellt.

Rita Hölker (SPD) war in der Sitzung des Rates die erste, die äußerte, dass über dieser Punkt nicht öffentlich entschieden werden sollte. Auch Thomas Kloster (CDU) meinte, dass seine Fraktion dazu Fragen habe, über die nicht öffentlich beraten werden sollte. Stephan Pierk (Grüne) schloss sich dem Antrag an, der bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung angenommen wurde. Dennoch machten die Ratsmitglieder deutlich, dass sie sich über die Entwicklung beim Thema Rettungszentrum freuen würden. Thomas Kloster (CDU) betonte: „Es ist gut, dass Bewegung ins Thema Feuerwehr kommt. Es ist gut, dass wir uns neu orientieren und mit der Phase 0 beginnen.“ Es sei wichtig, dass die Feuerwehrkameraden „optimale Arbeitsbedingungen vorfinden“.

Werner Bönning (UWG), Mitglied des Lenkungsausschusses richtete seinen Dank an die Bürgermeisterin für ihren Einsatz beim Thema Rettungszentrum. Diesem Dank schloss sich Markus Kretschmer (FDP) an, der sich darüber freute, dass es nun „vorangehe“, was die räumliche Situation der Feuerwehr betreffe.

Ansgar Heming (SPD) kommentierte: „Wir können gut damit leben, uns von den Plänen (an der Bahnhofstraße) zu verabschieden.“ Seit vielen Jahren werde in Gescher darüber diskutiert, die räumliche Situation für Feuerwehr, Rettungswache und DRK-Ortsverein zu verbessern. Inzwischen seien schon mehrere Kommunen in der Nachbarschaft, zum Beispiel Gronau, tätig geworden und hätten „bereits gebaut“, sagte Heming und fügte hinzu: „Wir tragen Verantwortung.“

Wolfgang Brüggestrath (Grüne) machte deutlich, dass er froh sei, dass es am „etablierten Standort“ (am Venneweg 18) eine Lösung gebe. Bürgermeisterin Anne Kortüm machte deutlich, dass die Daten der ersten Studie zum Rettungszentrum veraltet seien. Diese würden aus dem Jahr 2014 stammen. Deshalb sei es notwendig, neue Daten zu erheben, um einen „festen Fahrplan“ zu haben. Die Stadt habe bereits ein entsprechendes Angebot beim Ingenieurbüro Kersting + Gallhoff in Duisburg eingeholt. Das Auftragsvolumen belaufe sich dabei auf etwa 15 000 Euro.

Dieses Büro habe bereits den Umbau der Pankratiusschule begleitet, auch bei der anstehenden Ertüchtigung der Von-Galen-Schule sei das Büro durch die Verwaltung beauftragt worden. Im Übrigen betonte die Bürgermeisterin, dass die städtische Halle an der Bahnhofstraße noch Verwendung finden und der Feuerwehr dienlich sein könne.

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