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DRK hat sich auf neue Bedingungen in Corona-Pandemie eingestellt / App soll Wartezeiten verkürzen

Zahl der Blutspender leicht gestiegen

Gescher. Auch wenn es anfangs nicht danach ausgesehen hat, hat sich die Zahl der Blutspender in Gescher im vergangenen Corona-Jahr erfreulich entwickelt, wie Rotkreuzleiter Mark Wierczeyko mitteilt. Bei den vier Terminen wurden 1992 Blutspender gezählt; darunter waren 99 Erstspender.

Manuela Reher

Die Zahl der Blutspender in Gescher ist im vergangenen Corona-Jahr um 38 auf erfreuliche 1992 gestiegen. Damit haben sich Befürchtungen, dass die Spender wegen Ängsten vor einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus wegbrechen, nicht bestätigt. Das Foto zeigt den ersten Blutspendetermin unter Corona-Schutzbedingungen im April 2020. Am Eingang wurde die Temperatur der Spendenwilligen gemessen. Foto: Archiv

Damit liegen die Zahlen sogar etwas über denen von 2019, als 1954 Spender verzeichnet worden sind. Davon waren 69 Menschen erstmals zur Blutspende erschienen. Im Ortsteil Hochmoor haben im vergangenen Jahr 384 Menschen den Blutspende-Termin wahrgenommen.

Lutz Horstick, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins, erinnert sich noch genau an den ersten Blutspendetermin im Jahre 2020, als dieser erstmals unter Corona-Schutz-Bedingungen durchgeführt werden musste. Bei dem Termin im März sei die Verunsicherung bei allen verständlicherweise groß gewesen.

Es habe die große Frage im Raum gestanden, wie man die Veranstaltung in den Griff bekommen könne. Denn für alle sei das eine Premiere unter Pandemie-Bedingungen gewesen – mit hohem organisatorischen Aufwand und äußerster Vorsicht. Auch aus der Sicht eines Blutspenders, der Lutz Horstick selbst ist, habe sich die Situation ganz neu dargestellt. Am Ende habe das DRK Gescher resümieren können, dass alles gut gelaufen sei. Immerhin haben 293 Menschen bei diesem Termin Blut gespendet.

Die Erkenntnis, dass ein Blutspende-Termin auch unter Corona-Schutzbedingungen professionell durchgeführt werden kann, sei für das komplette Team wichtig gewesen. Dieser Meinung schließt sich auch Rotkreuzleiter Mark Wierczeyko an.

Die ehrenamtlichen Helfer hätten es geschafft, den Blutspendern mögliche Ängste vor einer Infektion zu nehmen, Vertrauen aufzubauen und ihnen Sicherheit zu geben. Lutz Horstick kommentiert dazu: „Ich war positiv überrascht, dass trotz Corona so viele Blutspender erschienen waren.“

Die Menschen hätten geduldig längere Wartezeiten in Kauf genommen. Auch das neue Verpflegungskonzept sei gut aufgenommen worden. Die „treuen Seelen in der Küche“, die normalerweise bei jedem Termin die Blutspender mit einem Imbiss versorgt hatten, durften nicht dabei sein. Stattdessen hat jeder Blutspender ein Lunch-Paket bekommen. Auch durften keine Begleitpersonen mitgebracht werden.

Dass das neue Konzept unter Corona-Schutzbedingungen akzeptiert worden sei, habe sich dann auch beim zweiten Blutspendetermin im Juni 2020 gezeigt. Diesen Termin haben sogar 419 Menschen wahrgenommen. So sei schnell klar gewesen, dass der März-Termin nur eine „kleine Delle“ in der Statistik und kein Trend gewesen sei, wie DRK-Vorsitzender Lutz Horstick betont.

Im August konnte das Deutsche Rote Kreuz Gescher die Namen von 379 Blutspendern notieren. Ende November waren es 385. Inzwischen habe sich Routine eingespielt, was die Umsetzung der Corona-Schutzmaßnahmen betreffe, wie Mark Wierczeyko betont. Die jährlich ermittelte Zahl der Blutspender schwanke in Gescher stets zwischen 1900 und 2200.

Jetzt werde der erste Termin für 2021 vorbereitet. Ende Februar heißt der DRK-Ortsverein Gescher gemeinsam mit dem DRK-Blutspendedienst alle Menschen ab 18 Jahren zur Blutspende willkommen. Die Anmeldung kann erstmals über die Blutspende-App erfolgen. Lutz Horstick erklärt dazu: „Die Online-Anmeldung mit der App ist neu und soll Wartezeiten verkürzen.“ Natürlich sei es auch weiterhin möglich, spontan an der Blutspende – ohne vorherige Anmeldung – teilzunehmen, ergänzt Mark Wierczeyko. Schließlich hätten nicht alle Zugang zur Blutspende-App. Der Rotkreuzleiter denkt dabei vor allem an die ältere Generation.

„Wir vom DRK schicken niemand nach Hause“, macht Wierczeyko unmissverständlich deutlich. Denn es komme auf jeden Blutspender an. Lutz Horstick bedankt sich im Namen des DRK Gescher bei allen Blutspendern. Diese seien potenzielle Lebensretter. Leider könne das DRK zurzeit nicht die gewohnten Ehrungen für diese stillen Helfer vornehmen. Umso wichtiger sei es, immer wieder daran zu erinnern, dass diese sich durch ihre Blutspende für ihre Mitmenschen einsetzen. 7 Die nächste Blutspende in Gescher ist am Montag (22. 2.) von 17 bis 20.30 Uhr sowie am Dienstag (23. 2.) von 16 bis 20 Uhr in der Gesamtschule Gescher, Borkener Damm 46 - 48.

Der nächste Blutspendetermin in Hochmoor ist am Montag (1. 3.) von 16 bis 20 Uhr in der Grundschule, Schulstraße 1.

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