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Geschwister Hadraj haben Lokal am Kreisverkehr erworben / Neueröffnung so schnell wie möglich geplant

„Zur Alten Kaiserei“ in neuen Händen

Gescher

Neues Leben wird in die ehemalige Gaststätte „Zur Alten Kaiserei“ einkehren. Die Geschwister Hadraj – Saranda, Silvana, Edona und Junior Edonis – von der Pizzeria Ciao Ciao, vom Ristorante Gallo und Eventlokal Il Gallo in der City von Gescher haben das Lokal am Kreisverkehr Bundesstraße 525/ Landesstraße 608 (Straße nach Stadtlohn) erworben.

Von Manuela Reher

Groß ist die Freude bei den Geschwistern Hadraj über den Erwerb der ehemaligen Gaststätte „Zur Alten Kaiserei“: (v.r.) Silvana, Saranda mit ihrem Sohn Leon, Edonis und Edona (fehlt auf dem Foto). Birgit Rietfort geb. Heisterkamp (l.) – hier mit ihren Töchtern Leonie und Alina – freut sich, dass ihr Lokal nach dem Verkauf weiterhin gastronomisch genutzt wird. Foto: Foto: sk

So bald wie möglich wollen sie dort die ersten Gäste empfangen. Zwei Jahre lang habe die traditionsreiche Gaststätte an einem zentralen Standort zum Verkauf gestanden. Mitten in der Corona-Pandemie ist bei Saranda und ihren Geschwistern die Idee gereift, das Anwesen zu erwerben. „Natürlich vor allem mit Unterstützung unserer Eltern Skender und Servete“, sagt die Gastronomin.

Skender Hadraj bewundert den Mut seiner Kinder und freut sich mit ihnen über die Erweiterung des gastronomischen Angebots. „Das Lokal Zur Alten Kaiserei hat einen guten Namen. Das ist etwas Besonderes“, sagt Skender Hadraj. Er habe volles Vertrauen in seine Kinder, die mit dem Kauf der Gaststätte am Kreisverkehr ein neues Kapitel des Familienbetriebs aufschlagen und damit dessen Zukunft sichern würden.

In dem Lokal am Kreisverkehr sollen demnächst größere Veranstaltungen stattfinden. Zum Anwesen würde ein schönes Umfeld mitten im Grünen gehören. „Wir wollen, dass sich unsere Gäste dort wohlfühlen“, betonte Saranda Hadraj-Zenuni. Natürlich sei die Neueröffnung ein Wagnis, räumt sie ein. „Aber wir wachsen mit den Aufgaben“, ist sie sich sicher. Zunächst sollen zwei der drei Säle renoviert werden. „Unsere eigene Handschrift wird bei der Inneneinrichtung erkennbar sein“, sagt Saranda. „Wir sind bereits am Basteln und am Planen“, fügt sie hinzu. Die Handwerksbetriebe seien auf jeden Fall startklar.

Nicht nur Familien-, Vereins- und Betriebsfeste sollen in der ehemaligen Gaststätte „Zur Alten Kaiserei“ stattfinden, sondern später einmal auch große Open-Air-Veranstaltungen. „Wir sind für alles offen und freuen uns sehr auf die Neueröffnung.“ Für das neue Lokal wird es auch einen neuen Namen geben, verrät die Gastwirtin. Schließlich sei der Name Programm. So wie die Gäste in der ehemaligen Gaststätte „Zur Alten Kaiserei“ bestimmte Erwartungen mit dem Namen verknüpft hätten, solle auch der neue Name dem Lokal etwas Prägendes geben.

Die Gaststätte „Zur Alten Kaiserei“ haben Josef und Anna Heisterkamp im Jahre 1954 eröffnet. Sohn Hermann und dessen Frau Renate hatten später die Federführung übernommen. Bis 1992 blieb das Lokal in den Händen der Familie Heisterkamp. Vier Jahre nach Hermann Heisterkamps Tod verpachtete Renate Heisterkamp die Gaststätte. Im Jahre 2004 gelangte das Gebäude – nun ein „Landcafé“ – zurück in den Schoß der Familie. Die Enkelin des Gründerpaares, Birgit Rietfort, übernahm das Lokal im Alter von nur 24 Jahren.

Die heute 41-Jährige erinnert sich, dass sie stets „mit viel Herzblut“ im Gastronomiebereich tätig gewesen sei, obwohl sie im Hauptberuf in der Pflege tätig ist und für ihre zwei Töchter (14 und 11 Jahre alt) verantwortlich ist. Die Corona-Pandemie und der damit verbundene Lockdown habe dem Betrieb „Zur Alten Kaiserei“ wie vielen anderen Betrieben auch zugesetzt. Deshalb sei sie nun sehr froh, dass das Anwesen auch in Zukunft gastronomisch genutzt werde. Hinzu komme die Freude darüber, dass Familie Hadraj ortsansässig sei. „Man kennt sich“, sagt Birgit Rietfort, die den neuen Eigentümern gutes Gelingen wünscht. Sie nehme mit einem weinenden und einem lachenden Auge Abschied vom Traditionslokal „Zur Alten Kaiserei“.

Saranda Hadraj-Zenuni hat Familie Rietfort-Heisterkamp zugesagt, dass sie das Lokal auf jeden Fall in „gute Hände“ übergeben habe.

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