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Heimatverein Darfeld pocht auf Öffnung im April

Bahnhofscafé ein Jahr lang wie leergefegt

Darfeld. So mancher Radfahrer wird am eigenen Leib erlebt haben, welche Auswirkungen das Coronavirus auf den Heimatverein Darfeld hatte. Wo im Generationenpark Darfeld sonst das oft angesteuerte Bahnhofscafé zum Erholen und Pausieren einlädt, war nur gähnende Leere zu sehen. Keine Stühle, keine anderen Gäste, nichts. „Bedingt durch die hohen hygienischen Auflagen und zum Schutz unserer eigenen Mitglieder und Mitarbeiter hatten wir keine Wahl, als das Café in diesem Jahr komplett geschlossen zu lassen“, erklärt Rolf van Deenen, Vorsitzender des Darfelder Heimatvereins. Doch nicht nur der Cafébetrieb fiel dem Virus zum Opfer. „Absagen mussten wir dazu den beliebten Ostermarkt, unsere Mitgliederversammlung, sämtliche Ausstellungen, die Pättkestour mit Grillabend, die monatlichen Klönnachmittage, Liederabende und die regelmäßigen Treffen mit anderen Heimatvereinen“, ergänzt van Deenen. Hinzukommen sämtliche Brauchtümer wie das Osterfeuer, die Lamberti-Feier oder der Nikolausumzug, die nicht wie gewohnt stattfinden konnten.

Leon Eggemann und Leon Seyock

Ein gewohnter Anblick in 2020: das menschenleere Bahnhofscafé des Heimatvereins Darfeld. Dieses musste das gesamte Jahr über geschlossen bleiben. Fotos: Archiv Foto: az

Untätig war der Heimatverein allerdings nicht. „Im Jahr 2020 mussten natürlich die notwendigen Arbeiten durchgeführt werden“, betont van Deenen. Dazu gehörte die Unterhaltung des Bahnhofgebäudes, die Pflege des Generationenparks und die Fertigstellung der Markisenüberdachung an den Platanen. Nach Meinung des Vorsitzenden könne aus dem Stillstand in 2020 so Manches mitgenommen werden. „Es hat eine gewisse Entschleunigung stattgefunden. Die Vereinsarbeit macht sehr viel Spaß, aber was in den vergangenen Jahren alles auf die Beine gestellt wurde, hat doch sehr viel Zeit und Kraft gekostet“, sieht van Deenen nicht alles negativ. „So eine kleine Pause tat auch mal ganz gut.“

Mit neu geschöpfter Kraft soll das neue Jahr nun angegangen werden. „Die Impfungen haben begonnen und das ist ein großer Schritt. Es wird sicherlich noch etwas dauern und nicht alles sofort gut sein, aber Stück für Stück werden wir hoffentlich wieder etwas Normalität in unseren Alltag bekommen“, ist van Deenen zuversichtlich. Im ersten Jahresquartal wird zunächst dennoch auf jegliche Aktivitäten verzichtet. Aber womöglich dürfen sich die Besucher des Bahnhofs im Laufe des Jahres freuen: „Was wir auf jeden Fall versuchen werden, ist das Cafè am Bahnhof Ende April wieder zu öffnen“, kündigt van Deenen an.

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