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Vor 50 Jahren ist die „Rue de Rosendahl“ in Entrammes eingeweiht worden

Besondere Symbole der Freundschaft

Rosendahl0 0 0 0 ...

Mit dem Torbogen am Rosendahler Kreuz ist nun eine ganz besondere Erinnerung an die deutsch-französische Freundschaft fertiggestellt worden. Dabei ist er längst nicht das erste Symbol der langjährigen Freundschaft zwischen Rosendahl und den französischen Partnergemeinden Entrammes, Forcé und Parné. Ganz im Gegenteil: Seit der Gründung der Partnerschaft nehmen die Verbindungen über die verschiedensten Wege kontinuierlich zu. Den Anfang machten die Franzosen nur ein Jahr nach der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde am 4. Oktober 1970 auf Schloss Darfeld. So gaben sie vor exakt 50 Jahren der damals neusten Straße in Entrammes den Namen „Rue de Rosendahl“. Damals machte sich eine Delegation um den ehemaligen Bürgermeister Alfons Hullermann auf den Weg nach Frankreich, um die Einweihung gemeinsam festlich zu zelebrieren. „Noch heute hat die zentral gelegene Straße eine große Bedeutung. So hat das Rathaus die Adresse: 1, Rue de Rosendahl“, erklärt Monika Klein, Vorsitzende des Partnerschaftsvereins. Die Straße ist bis heute ein Ort in Entrammes, an dem man zusammenkommt. Paul Keller, ein langjähriges Komitee-Mitglied, hat als Gast aus Rosendahl bei den Besuchen im Nachbarland nur ein Haus weiter bei Familie Rolland, ebenfalls auf der „Rue de Rosendahl“, gewohnt. Bis auch in Rosendahl eine erste Straße in Anlehnung an die Partnerschaft benannt wurde, dauerte es noch sechs Jahre. Am 10. September 1977 entstand die Straße von Entrammes in Osterwick. Diese grenzt auch am später entstandenen Kreisverkehr, in dem eine Frankreichflagge eingebettet ist. „Die Franzosen lachen sich bis heute noch kaputt darüber, dass auf der Straße von Entrammes niemand wohnt“, schmunzelt Klein. Bewohnt sind dagegen die Straße von Parné in Darfeld sowie die Straße von Forcé in Holtwick, die Jahre später nach 2000 eingeweiht wurden. Zudem gibt es in allen drei Rosendahler Ortsteilen an den Ortseingängen die Schilder „Historische Partnerschaft“ mit dem Logo und dem Verweis auf die Partnerschaft mit Frankreich. Zum 20-jährigen Bestehen, dass auch die Gemeinden Parné und Forcé in die Partnerschaft eingetreten sind, wurde 2015 eine ganz besondere Statue mit dem Namen „L’Amitie“ (deutsch: die Freundschaft) geschaffen. Die Figur, die einen partnerschaftlichen Handschlag symbolisiert, ist noch heute Zentrum des „Jardin de Rosendahl“ (Garten von Rosendahl), der sich hinter dem Rathaus in Forcé befindet. Die Gemeinde Parné symbolisiert mit einem Spielplatz, der nach Rosendahl benannt ist, etwas ganz Besonderes: Schließlich hört die Freundschaft von Generation zu Generation nicht auf, sondern wird vielmehr schon von Kindesbeinen an weitergelebt. Neben den vielen sichtbaren Symbolen gibt es auch unscheinbarere Zeichen, die die Freundschaft verdeutlichen. „Sei es bei der Namensgebung des eigenen Kindes mit einem französischen Namen, Einladungen zu Hochzeiten oder spontanen Besuchen von Familien außerhalb der regulären Treffen“, freut sich Klein, dass die Freundschaft nicht nur auf dem Papier besteht, sondern auch gelebt wird.

Von Leon Eggemann

Seit 2015 erinnert die Statue „L’Amitie“ im „Jardin de Rosendahl“ (Garten von Rosendahl) an die deutsch-französische Freundschaft. Foto:
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