1. www.azonline.de
  2. >
  3. Lokales
  4. >
  5. Rosendahl
  6. >
  7. Bilanz der bundesweiten Aktion „Stadtradeln“ in Rosendahl

  8. >

Pedalritter sparen fünf Tonnen CO2 ein

Bilanz der bundesweiten Aktion „Stadtradeln“ in Rosendahl

Rosendahl

Eine Operation an der Hüfte war im Prinzip dafür verantwortlich, dass Dieter Volmer zu Beginn dieses Jahres vom Rennrad auf das E-Bike umgestiegen ist. „Das ist wesentlich gelenkschonender, besonders nach so einer Operation“, sagt er. Und dass man auch schon wenige Monate danach weite Strecken in kurzer Zeit zurücklegen kann, hat Volmer jetzt eindrucksvoll gezeigt: Mit 1170 Kilometern radelte er allen Teilnehmern der Aktion „Stadtradeln“ davon und strampelte sich auf den ersten Platz. „Ich musste mich aber auch öfters überwinden, besonders wegen des oft schlechten Wetters im Mai“, gibt Volmer zu.

von Leon Seyock

Foto:

Vom 1. bis zum 21. Mai hat sich die Gemeinde Rosendahl wie auch schon in den Vorjahren an der bundesweiten Kampagne beteiligt. 124 Rosendahler nahmen in diesem Jahr in 14 Teams daran teil – im Gegensatz zu 38 Radlern in 2020 eine deutlich Steigerung. „Über die Resonanz freuen wir uns natürlich sehr“, sagt Sylvia Vilain, Klimaschutzbeauftragte der Gemeinde. Die Radfahrer haben in dem dreiwöchigen Aktionszeitraum jeden Kilometer, den sie mit dem Drahtesel zurückgelegt haben, notiert – knapp 34 500 kamen so zusammen.

Umgerechnet sind das fünf Tonnen CO2, die durch die Fahrradaktion eingespart werden konnten. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren es zwei Tonnen CO2 bei 13 700 geradelten Kilometern. Fleißig mitgeradelt mit einer großen Gruppe von 25 Personen sind die Turo-Radler aus Darfeld. Über 8500 Kilometer der Gesamtleistung gehen auf ihr Tacho. Ganz vorn mit dabei war Josef Kösters, der 1124 Kilometer zurücklegte und auf dem zweiten Platz der Gesamtwertung landete. „Wir haben richtig Werbung für die Kampagne gemacht“, schildert er. Durch die vielen Radtouren sei er auch Strecken gefahren, die er vorher noch gar nicht kannte. Knapp hinter seinem Ergebnis, mit 1036 Kilometern, radelte sich Lothar Schubert aus der Gruppe der Kolpingsfamilie Darfeld auf den dritten Platz. „Als Vorsitzender muss man mit einem guten Beispiel voran gehen“, lacht Schubert. Rund die Hälfte aller Kilometer hätte er mit seinem Rennrad zurückgelegt – und wenn er mit seiner Frau unterwegs war, stieg er auf ein normales Rad um. „Sie fuhr dann mit E-Bike. Da ich sowieso immer zügiger unterwegs bin, hat sich das dann gut ausgeglichen“, sagt er.

Rückblickend sei die Teilnahme an der Kampagne ein Erfolg gewesen: „Wir freuen uns, dass trotz der Witterung im Mai so viele Kilometer gesammelt wurden“, resümiert Bürgermeister Christoph Gottheil. Er selbst steuerte rund 450 Kilometer zum Gesamtergebnis bei. „Ich bin auch mit E-Bike gefahren. Aber nur Stufe Eco“, gibt er zu verstehen. Ob mit Rennrad, normalem Fahrrad oder mit motorisierter Unterstützung: Am Ende zählen die Kilometer, die insgesamt geradelt wurden. „Und das Ergebnis kann sich sehen lassen.“ Neben Touren in der Freizeit seien es besonders die Strecken von Zuhause bis zum Büro im Rathaus gewesen, die der Bürgermeister mit dem Rad zurücklegte. „Zur Arbeit bin ich auch einmal geradelt“, hakt Schubert ein. „Aber 27 Kilometer von Darfeld nach Ahaus waren dann doch etwas weit.“ Und eine Idee hat er bereits für das nächste Jahr parat: „Dann machen wir drei Sieger eine Gruppe auf“, warnt er Mit-Teilnehmer vor, die sich schon ins Trainingslager begeben können...

Startseite