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Bilanz des DRK-Ortsvereins für das Jahr 2021

Blutspende-Bereitschaft weiterhin groß

Rosendahl

Es ist ein Phänomen, das sie seit einiger Zeit schon feststellen können. „Im Januar ist die Bereitschaft in der Bevölkerung, Blut zu spenden, am größten“, verrät Dirk Reers, 1. Vorsitzender des Rosendahler DRK-Ortsvereins. So auch im Jahr 2021. Immerhin durften die Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes bei den Terminen in Holtwick und Osterwick vor nahezu exakt einem Jahr 244 beziehungsweise 299 Spender in Empfang nehmen. Diese Werte wurden im weiteren Jahresverlauf nicht mehr getoppt. „Vielleicht hat das etwas mit gesetzten Neujahrsvorsätzen zu tun“, kann Reers nur mutmaßen.

Von Leon Eggemann

Dirk Reers, 1. Vorsitzender des Rosendahler DRK-Ortsvereins

Vor dem Hintergrund, dass das vergangene Jahr erneut unter dem massiven Einfluss der Corona-Pandemie stand, zeigt er sich zufrieden mit der nun gezogenen Bilanz für 2021. Insgesamt 1836 Spenden hat das DRK gezählt, über 400 mehr als noch im Jahr 2020 (1404 Spenden). „Allerdings konnten wir 2020 weniger Termine durchführen“, wie der 1. Vorsitzende betont.

Und dennoch: Das Resultat kann sich sehen lassen. Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass sich die Blutspende-Termine den Großteil des vergangenen Jahres auf Osterwick und Holtwick beschränkten. Seit Beginn der Pandemie waren die Angebote in Darfeld und Höven ausgesetzt. Erst im vergangenen Oktober wurden an beiden Standorten wieder Blut gespendet. „Trotz dieser Einschränkungen hat sich eines wieder gezeigt: Wir können weiter auf unsere treuen Spender bauen“, freut sich Reers. Letztendlich würden die hohen Quoten zeigen, dass das Blutspenden weiterhin einen hohen Stellenwert in der Gemeinde hat. „1836 Spenden auf knapp 11 000 Einwohner – bei diesem Wert wäre so mancher Ort auch gerne“, schildert der Darfelder.

Trotzdem sind die Auswirkungen der Pandemie auch in Rosendahl spürbar. Diese machen sich vor allem mit Blick auf die Erstspender bemerkbar. Zwar stieg die Anzahl leicht auf 57, dennoch sieht Reers noch enormes Verbesserungspotenzial. „Vor Corona war es einfacher, über Kontakt zu den KLJB's, der Jugendfeuerwehr oder auch den Fußballvereinen neue Spender zu gewinnen“, berichtet Reers. Hier soll in Zukunft wieder für die enorme Bedeutung der Blutspende geworben werden.

Was die Hemmschwelle zusätzlich erhöht haben könnte, ist die nun im Vorfeld einer Blutspende erforderliche Terminreservierung. „Das macht spontane Besuche natürlich unmöglich. Es ist allerdings auch von größter Bedeutung, in Zeiten wie diesen nicht zu viele Personen gleichzeitig ins Lokal zu lassen, um Sicherheit zu gewährleisten“, erklärt Reers.

Die Devise für das neue Jahr ist bereits klar. Die Spender-Zahlen sollen sich weiterhin gut lesen lassen. „Mit insgesamt 21 Terminen in allen Ortsteilen können wir wieder auf ein breiteres Angebot setzen“, sieht Reers die Vorzeichen nicht schlecht, das gesetzte Ziel 2022 zu erreichen. Immerhin werden Blutspender dringend benötigt. „Entsprechend wollen wir die bisherige Spendenbereitschaft in der Gemeinde erhalten und, wenn möglich, steigern“, erklärt der 1. Vorsitzende. Erste Gelegenheiten, zu spenden, gibt es bereits in den kommenden Wochen – in der Hoffnung, dass sich das Januar-Phänomen auch in diesem Jahr bestätigt. 7 Das DRK sucht in Holtwick noch nach einem Blutspende-Lotzen. Dieser soll, wie es in Darfeld und Osterwick bereits passiert, Spender vor Ort in Empfang nehmen und als Ansprechpartner dienen. Interessierte können sich melden unter www.info@rotkreuz-rosendahl.de

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