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86 kleine Kicker schießen bei den Elsbecker Fußballferien um die Wette

Champions League in Miniformat

Holtwick

Noch stehen sich die Rivalen gegenüber. Die kleinen Kicker der Mannschaften Liverpool und Barcelona schauen sich tief in die Augen – bis Trainer Patrick Rohrang die Partie anpfeift. Die Fußballer stürmen los und kämpfen mit voller Eifer um das runde Leder. „Mach sie kalt!“, ruft der Coach der zehnjährigen Pia aus Holtwick zu. Sie gibt noch einmal extra Gas – denn die Wettkämpfe, das ist das, was sie an den Elsbecker Fußballferien besonders mag, wie sie kurz vor Anpfiff verraten hat.

Von Leon Seyock

Auspowern, Gemeinschaft erleben, alles Wissenswerte rund um Fußball lernen: Die Elsbecker Fußballferien werden von der Erlebniswelt Fußball auch in diesem Jahr in Holtwick durchgeführt. Heute findet das Camp sein Ende. Foto: Fotos: Leon Seyock

Seit Montag läuft das Fußballcamp, durchgeführt von der Erlebniswelt Fußball, auf dem Sportplatz von Schwarz Weiß Holtwick. Gesponsert wird dies, wie in den Jahren zuvor, von Elsbecker Bedachungen. 86 Jungs und Mädchen – zum Großteil aus Holtwick – lernen in diesen Tagen den richtigen Umgang mit dem Ball sowie alle Tipps und Tricks, die in der Fußballwelt wichtig sind. Das Training dazu ist facettenreich, wie Trainer Christopher Fellner beschreibt: „Wir trainieren mit verschiedenen Materialien, veranstalten Wettkämpfe und lernen die Grundtechniken des Fußballs.“ Ziel der Elsbecker Fußballferien sei es, die Kinder an die Bewegung heranzuführen, „das ist besonders wichtig nach dem Corona-Lockdown“, betont Fellner, der als Grundschullehrer tätig ist und bei der Erlebniswelt Fußball als einer von insgesamt 150 Trainern fungiert.

Den Mannschaftssport stärken, die Koordination fördern, sich auch kognitiven Herausforderungen stellen und das soziale Miteinander erleben – das steht in dem Fußballcamp im Vordergrund. Sechs Trainer sind noch bis heute vor Ort, um den Kindern diese Fähigkeiten mit auf den Weg zu geben. „Wichtig ist dabei“, sagt Fellner, „dass jeder seinen Teil dazu beitragen soll“. Heißt: Jeder trainiert nach seinen Stärken, „wir holen jeden da ab, wo er oder sie gerade steht.“

In sechs Gruppen sind die kleinen Fußballer eingeteilt, die an den Vormittagen an Stationen verschiedene Bewegungen erlernen. „Hier auf dem Kunstrasen sind drei Stationen aufgebaut“, erklärt Pia und zeigt auf kleine Hütchen, die den Platz zieren. „Dort spielen wir 1:1-Turniere und müssen Slalom um die Hütchen laufen.“ An den weiteren Stationen steht Dribbling und das Verbessern der Torschüsse an. „Die Stationen wechseln aber jeden Tag“, sagt Frieda und ergänzt, dass es dadurch nie langweilig werden würde. Nachmittags stehen dann unterschiedliche Fußballturniere auf dem Plan.

Die gesamten drei Tage lang bleiben die Kids in ihren festen Gruppen: „Diese mussten wir aufgrund der Corona-Maßnahmen einteilen“, erklärt Zweiter SW-Geschäftsführer Florian Böckelmann. Auch das Limit wurde mit 86 Kindern festgelegt, „wir waren schnell ausgebucht und hatten eine lange Warteliste“, sagt er.

Umso glücklicher sind die Kinder, die an dem dreitägigen Camp teilnehmen. Jeder hat zu Beginn eine Trinkflasche, einen Turnbeutel und ein grell leuchtendes Trikot bekommen. „In den kommenden Wochen wimmelt es mit Sicherheit an neonorangenen und -grünen Trikots auf den Plätzen“, sagt Marco Schulenkorf lachend. Er ist Zweiter Vorsitzender von SW Holtwick und verweist darauf, dass viele der kleinen Teilnehmer bereits Mitglied im Verein sind und dort regelmäßig trainieren würden.

Das macht sich wiederum im Fußballcamp auf dem Platz bezahlt: Bei der Frage, was Pia, Frieda und Sophia bei den Fußballferien am meisten Spaß macht, müssen sie nicht lange überlegen und sind sich sofort einig: „Die Turniere!“

Gut, dass die auch für diesen Mittag vorgesehen sind – denn Trainer Patrick Roh-rang teilt die Fußballer bereits in Teams ein. Und dabei ist ganz Europa vertreten: Bayern München, Juventus Turin, Benfica Lissabon. Anpfiff heißt es auch für das Duell Liverpool gegen Barcelona – eine echte Champions League in Miniformat eben.

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