Planungs-, Bau- und Umweltausschuss: Baugebiet Nordwest in Darfeld soll ausgebaut werden

Erster Aufschlag für 48 Wohneinheiten

Darfeld. Im Rahmen des Planungs,- Bau- und Umweltausschusses haben die Mitglieder einem ersten Aufschlag zur Schaffung von Wohnbaugrundstücken im Nordwesten von Darfeld einstimmig zugestimmt. So planen Investoren, dort das bisherige Baugebiet südlich des Burloer Wegs auszuweiten. Konkret erstreckt sich die Planfläche bis oberhalb der Eggeroder Straße. Bereits in den Jahren 2000/2001 wurden dort die planungsrechtlichen Voraussetzungen zur Schaffung von Wohnbaugrundstücken geschaffen. Wie die Gemeindeverwaltung informierte, wurde der südliche Teilbereich des Bebauungsplanes unterhalb des „Burloer Weg“ bisher noch nicht entwickelt, da sich die Flächen nicht im Eigentum der Gemeinde befinden. „Eine Einigung mit den Grundstückseigentümern gestaltete sich in der Vergangenheit unter meinen beiden Vorgängern als schwierig“, erklärte Bürgermeister Christoph Gottheil.

Leon Eggemann

Mit dem Ausbau des Baugebietes Nordwest in Darfeld sollen bis zu 48 neue Wohneinheiten entstehen. Aktuell laufen erste Vermessungsarbeiten auf der geplanten Baufläche. Foto: Leon Eggemann

Nun wollen Investoren die Fläche vermarkten, Verhandlungen mit der Gemeinde sind bereits abgeschlossen. Ausführlich stellten Johannes Stock von der Massivbau-Stock GmbH aus Haltern sowie Architekt Daniel Lütkenhaus ihr erstes Konzept vor. „Insgesamt sollen bis zu 48 traditionell bewährte, aber auch innovativ entwickelte neue Wohneinheiten in Darfeld entstehen“, schilderte Stock. Wie er betonte, solle sich der geplante neue Bereich in das bereits bestehende Baugebiet einfügen. „Zusätzlich wollen wir mit möglichst vielen verschiedenen Haustypen den individuellen Wünschen nach Bauen entsprechen“, ergänzte Stock. Von klassischen Satteldachhäusern und Giebelhäusern bis hin zu Mietwohnraum und Bungalows zur Bindung von Einliegerwohnungen gebe es eine volle Bandbreite an unterschiedlichen Möglichkeiten. Wie die Verwaltung in der Sitzungsvorlage beschreibt, soll den Bauherren möglichst viel Spielraum bei der Errichtung der Wohnhäuser ermöglicht werden. Daher sollen die Festsetzungen der Gebäudehöhen geändert werden. So ist nun im Bebauungsplanentwurf eine Traufhöhe von 6,50 Metern (bisher 4 Meter) und eine Firsthöhe von 10,50 Metern (bisher 9,50 Meter) festgesetzt worden.

„Wir müssen sorgsam mit dieser Fläche umgehen, um möglichst viele Wohneinheiten bieten zu können“, machte Bürgermeister Christoph Gottheil deutlich. So gebe es in Darfeld inzwischen eine Interessentenliste an bauwilligen Bürgern, die in den mittleren zweistelligen Bereich zwischen 50 und 100 gehe. Eine Möglichkeit, um der hohen Nachfrage bestmöglich gerecht zu werden, stellte Lütkenhaus bereits vor. So ist hin zur Eggeroder Straße eine geschlossene Reihung von bis zu acht Kettenhäusern geplant (gleichartig gestaltete Häuser, die mit dazwischenliegenden Garagen eine geschlossene Reihung bilden). Diese seien besonders bei begrenzter Baufläche von Vorteil.

In die Planungen der Investoren ist eine kleine Fläche, die an der Eggeroder Straße anliegt, nicht integriert. Auf Nachfrage von Hermann-Josef Gövert (WIR) begründete der Bürgermeister diesen Schritt damit, dass eine Zuwegung vonseiten der Eggeroder Straße für nur ein Grundstück nicht vorgesehen ist. Vom Petrus-Klausener-Weg kommend sei die Erreichbarkeit nur durch Zufahrt über Teile von zwei davor liegende Grundstücke möglich. Damit mache man diese Grundstücks kaputt. „Außerdem ist es auch gut, ein Stück weit eine grüne Fläche vor Ort zu erhalten“, fügte er hinzu.

Noch unklar ist, wie die Parkplatzsituation konkret aussehen soll. „Hier muss man sich noch Gedanken machen, wo zusätzliche Stellplätze geschaffen werden können“, räumte Lütkenhaus auf Nachfrage von Tobias Espelkott (WIR) ein. Johannes Stock betonte in der Fragerunde der Ausschussmitglieder ebenfalls, dass auch Bauwillige die Möglichkeit hätten, ein Grundstück zu kaufen und selbst zu bauen. „Es wäre natürlich schön, wenn unser Angebot angenommen werden würde, aber das ist keine Einbahnstraße“, machte er deutlich. „Wenn jemand selbst bauen möchte, dann kann er das auch machen.“ Wie Winfried Weber (Grüne) noch anmerkte, gefalle ihm die Beschränkung im Bebauungsplan gar nicht – zum Beispiel, was die Hausfassaden oder die Bedachung betrifft. Hier könne noch über konkrete Details gesprochen und entsprechend abgeändert werden, wie Gottheil entgegnete, es handele sich schließlich um einen ersten Aufschlag.

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