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Sanierungsarbeiten in gemeindlichen Gebäuden

In den Ferien wird kräftig angepackt

Rosendahl

Da staunten zuerst die Bauarbeiter und später auch Alexander Schulz, Gebäudemanager der Gemeinde, nicht schlecht. „Eigentlich wollten wir nur ein Stück der Wandverkleidung entfernen, um uns die Dämmung anzusehen“, erzählt Schulz. Mit dem, was dadurch zum Vorschein kam, hatte allerdings niemand gerechnet: Versteckt in der Wand schlummern seit vielen Jahrzehnten zwei gusseiserne Heizkörper. „Nicht einmal der Hausmeister, der schon lange hier ist, wusste davon“, sagt der Gebäudemanager lachend.

Von Leon Seyock

Schreibtischstuhl gegen Bohrmaschine getauscht: Anne Brodkorb (Leiterin Fachbereich Planen und Bauen) verschafft sich gemeinsam mit Alexander Schulz (rechts, Gebäudemanager der Gemeinde) und Bürgermeister Christoph Gottheil einen Überblick über den Fortschritt der aktuellen Bauarbeiten, die in den Ferien durchgeführt werden – wie hier in der Umkleide der Lehrschwimmhalle. Foto: Fotos: Leon Seyock

Sechs Wochen Sommerferien – diese Zeit nutzt die Gemeinde traditionell, um verschiedene Renovierungsarbeiten in den Schulen vorzunehmen. Und viel zu tun ist auch in diesem Jahr – unter anderem sind Handwerker aktuell in zwei Klassenräumen der Sebastian-Grundschule in Osterwick beschäftigt. Der Putz ist von der Decke geschlagen, Kabel hängen herunter und die Wände sind gespickt mit Löchern. Bis dort wieder eine gemütliche Lernatmosphäre herrscht, wird es noch eine Weile dauern. „Wir erneuern den Boden und die Decke und die Wände werden neu tapeziert“, erklärt Alexander Schulz. Auch neue Heizkörper werden in den beiden Klassenräumen im Obergeschoss angebracht. Bereits in den vergangenen Sommerferien wurde ein Klassenraum in der Grundschule renoviert, „sechs Wochen ist kein langer Zeitraum, deswegen bewegen wir uns abschnittsweise“, wirft Bürgermeister Christoph Gottheil ein. Optimistisch sind die Gemeindevertreter aber, dass alle Arbeiten pünktlich zum Beginn des neuen Schuljahres am 18. August abgeschlossen sein werden.

Das soll im Übrigen auch für die Lehrschwimmhalle gelten, „nach den Ferien wollen wir den Hebel umlegen“, kündigt Gottheil an. Eineinhalb Jahre sei man „außer Gefecht gesetzt“ gewesen, nun sollen aber sukzessive die Schwimmangebote wieder hochgefahren werden. Im vergangenen Jahr hat die Gemeinde die Herrenumkleiden und -sanitäranlagen erneuert. Genutzt werden konnten die neuen Räumlichkeiten bisher wegen der Pandemie allerdings nicht. „In diesem Jahr renovieren wir nun in einer zweiten Etappe die Umkleiden und WC-Anlagen für die Damen“, sagt Alexander Schulz mit Blick auf die Baustelle.

Ein neuer Wandanstrich soll für eine wohligere Atmosphäre sorgen, Leitungen und Abläufe werden erneuert, der alte Boden wird durch einen einfacher zu reinigenden ausgetauscht und die Decke wird umgerüstet, in die nach Fertigstellung auch LED-Strahler eingebaut sein werden. „Das sieht dann genauso aus wie nebenan“, sagt Schulz und zeigt auf den Herrentrakt.

Beim kleinen Spaziergang über die Baustelle fällt der Blick auch auf das Becken der Lehrschwimmhalle. Aktuell ist das Wasser noch etwas grünlich. „Das liegt daran, dass wir die Wasserhygiene noch anpassen müssen“, weiß Schulz. Denn mehrere Monate sei das Becken nun leer gewesen und auch die Filteranlage hätte trocken gelegen. Entsprechend lange dauere nun die Anlaufphase. „Wir haben aber die ganzen Sommerferien über Zeit, das Becken startklar zu machen.“

Alles andere als ruhig ist es derzeit auch in der Sekundarschule, wo Fluchtwege erweitert werden und in der Antonius-Grundschule in Darfeld. „Dort wird aktuell der Werkraum renoviert“, listet Gottheil auf. Für die Instandsetzung der Schulen nimmt die Gemeinde 45 000 Euro in die Hand, die Arbeiten in der Lehrschwimmhalle schlagen mit 35 000 Euro zu Buche.

Allerhand zu tun bleibt also noch, bevor in den Schulen und der Lehrschwimmhalle Mitte August wieder das Leben einziehen kann. Und bis dahin sollen auch die schweren Heizkörper aus der Sebastian-Grundschule transportiert sein – nachdem sie im Klassenraum zerlegt wurden.

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