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Klasse 3b der Sebastian-Grundschule zu Gast auf dem Bauernhof

In die Welt der Landwirtschaft eintauchen

Osterwick

Kaum auf dem Hof angekommen, bricht gleich das große Staunen aus. „Der Trecker hat ja hinten vier und nicht zwei Reifen“, wundert sich Jana. Was es mit dem außergewöhnlichen Aufbau des Treckers auf sich hat, kann Margret Wiechert-Kersting beantworten. „Es handelt sich dabei um eine Zwillingsbereifung. Dank ihr wird beim Ackern das Gewicht des Treckers auf eine größere Fläche verteilt, was den Boden schont“, bringt sie Licht ins Dunkel. Die Kinder hören gebannt zu. Es ist nicht das Einzige, was sie an diesem Tag über die Welt der Landwirtschaft lernen.

Von Leon Eggemann

Die 19 Kinder der Klasse 3b der Sebastian-Grundschule beschäftigen sich im Sachunterricht aktuell mit dem Thema „Vom Korn bis zum Brot“. Um hinter die Kulissen eines Bauernhofes zu schauen, waren sie bei Margret Wiechert-Kersting zu Gast. Foto: Foto: Leon Eggemann

„Im Sachunterricht behandeln wir aktuell das Thema ,Vom Korn bis zum Brot’“, verrät Rita Schulze Ising, Lehrerin der Klasse 3b der Sebastian-Grundschule in Osterwick. Doch anstatt die verschiedenen Stufen bis hin zum fertigen Brot nur in der Theorie zu behandeln, schauen die 19 Kinder aktiv hinter die Kulissen – und das auf dem Bauernhof ihres Klassenkameraden Lukas. Seine Mutter Margret Wiechert-Kersting hat sich vorab dazu bereit erklärt, den Schülern den Jahreszyklus der Ernte hautnah näherzubringen. „Lukas ist tatsächlich der einzige in der Klasse, der mit Landwirtschaft tatsächlich bekannt ist“, betont sie. Umso wichtiger sei es, dass den Kindern frühzeitig erklärt werde, dass Brot nicht in der Bäckerei wächst.

Um dieses Wissen möglichst verständlich zu vermitteln, hat sich die Landwirtin einen genauen Plan überlegt. „Anhand der verschiedenen Geräte werden die einzelnen Schritte von der Saat bis hin zur Ernte thematisiert“, stellt sie vor. So nahmen die Schüler die Sämaschine, eine Kreiselegge, einen Pflug, den Grubber und die Pflanzenschutz-Spritze unter die Lupe. Dazu durften sie einen Blick in den Schweinestall werfen. Zum Abschluss stand neben einer Fahrt mit dem Trecker auch das Spielen mit Hund Bobby auf dem Programm.

Lehrerin Schulze Ising sieht in der Verknüpfung aus Theorie und Praxis einige Vorteile. „Ich kann zwar Getreide mit in den Klassenraum nehmen, aber natürlich keine landwirtschaftlichen Geräte. Es ist immer besser, Kindern solche Dinge direkt vor Ort und nicht nur über einen Film zu zeigen“, spricht sie sich für Tagesbesuche aus. Zumal die Schulklasse bei dem Besuch bereits einen Vorgeschmack auf weitere Bereiche des Themas bekommen haben. „Wir werden noch einen genauen Blick auf die verschiedenen Sorten von Getreide werfen und uns die Frage stellen, in welchen Lebensmitteln Getreide zu finden ist“, kündigt die Klassenlehrerin an.

Aktuell sei man noch dabei, sich die verschiedenen Schritte bei der Ernte anzueignen. Ein Themenfeld, in dem die Kinder nach dem Besuch des Bauernhofs nun zu wahren Experten aufgestiegen sind.

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