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Zu Besuch im Dahliengarten Legden

In ein Meer aus Dahlien abtauchen

Legden. Gerade erst das Eingangstor passiert, kitzelt der frische Duft von Lavendel in der Nase. Mit mehreren ovalförmigen Hochbeeten, prall gefüllt mit der in Lilafarben blühenden Pflanze, werden Blumenliebhaber begrüßt. Der Blick schweift durch den großzügigen Garten und bleibt an den Beeten hängen, die im hinteren Teil des Areals angelegt sind und in den verschiedensten Farben leuchten. Die Dahlienpracht zieht alle Blicke auf sich. „Herzlich willkommen im Dahliengarten“, lächelt Angelika Hoffmann.

Leon Seyock

1800 Dahlien blühen zur Zeit der Hochblüte im Dahliengarten Legden. Wiesen und Sitzgelegenheiten laden zu einem Picknick ein, außerdem gibt es Spielgeräte für Kinder und einen Bücherschrank. Foto: privat

- Nächster Serienteil: Vogelpark Maria Veen am Samstag (1. 8.) auf der Coesfeld-Seite.

Die Geschichte des Dahliengartens

Der Dahliengarten besteht seit fünf Jahren, die ersten Ideen dazu kamen aber bereits vor 15 Jahren auf. Seit 1926 ist Legden ein Dahliendorf, als Vikar Theodor Entrup – ein leidenschaftlicher Dahlienzüchter – seinerzeit die Idee zum Blumenkorso entwickelte. Noch heute gibt es die traditionelle Veranstaltung alle drei Jahre. Große Wagen von den Nachbarschaften gestaltet und mit über einer Million Dahlienblüten verziert ziehen dann durch die Straßen Legdens. „Das hat die Bevölkerung inspiriert“, blickt Angelika Hoffmann zurück. Damals sei Legden in zahlreiche Dahlienfelder eingebettet gewesen, „das ist aber schon lange nicht mehr so“. Vor rund 15 Jahren kam dann der Gedanke, dass mehr getan werden muss, „wenn wir uns weiterhin als Dahliendorf präsentieren möchten“, schildert Hoffmann. Die Idee, einen Garten mit entsprechenden Blumen anzulegen, sei schnell geboren und man habe sich zügig auf die Suche nach geeigneten Flächen gemacht. Dabei ist man auf eine Fläche hinter der Kirche gestoßen – damals der Garten des Pastors –, die kaum einer gekannt habe. Nach einigen Schwierigkeiten gab es schlussendlich grünes Licht und die Dahlienliebhaber, die einen eigenen Verein gegründet haben, konnten sich an die Gestaltung begeben. „Das war ein langer Prozess. Wir haben viel entwickelt, Workshops und Thementage durchgeführt. Dabei kamen die verschiedensten Ideen auf den Tisch“, berichtet Hoffmann von der Entwicklung. Schließlich habe man sich von „Feng Shui“ leiten lassen und in geschwungenen Stilen den Garten angelegt. „Wir wollten von Anfang an einen Begegnungsgarten für Jung und Alt.“    -lsy-

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