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Klassische Coronatests in Rosendahler Grundschulen abgelöst

Lollipop-Tests ab heute in aller Munde

Rosendahl. Ab heute sind sie in aller Munde – zumindest in den Grund- und Förderschulen in Nordrhein-Westfalen: die Lollipop-Tests. Auch in den Rosendahler Grundschulen sind alle nötigen Vorbereitungen getroffen worden, dass der Speicheltest von nun an regelmäßig durchgeführt werden kann. Die Rosendahler Schulleiter sehen sowohl Vor- als auch Nachteile in dem neuen Verfahren.

Leon Eggemann

Die Lollipop-Tests werden ab heute in den Rosendahler Grundschulen eingesetzt. Dabei lutschen die Kinder für 30 Sekunden auf einem Abstrichtupfer. Die Tests werden in einem Labor nach der PCR-Methode ausgewertet. Foto: az

„Die Handhabung ist einfach und kindgerecht, angenehmer als der klassische Coronatest und dazu auch schneller durchzuführen. Das spart Zeit, die für den Unterricht genutzt werden kann“, fasst es Andrea Lyding, Schulleiterin der Antonius-Grundschule in Darfeld, zusammen. Hinzu kommt, dass der Test nach der PCR-Methode ausgewertet wird, was ein verlässlicheres Testergebnis sichert. „Dem gegenüber steht ein enormer Aufwand an Organisation“, betont Thomas Middelberg, Leiter der Sebastian-Grundschule in Osterwick. So müssten die Grundschulen auf die verschiedensten Eventualitäten vorbereitet sein. „Wenn zum Beispiel ein Test positiv ist und eine Nachtestung durchgeführt werden muss, das Kind aber von außerhalb kommt und die Eltern keinen Führerschein haben. Solche Fälle kann es bei uns geben“, erklärt Middelberg.

Auch für manche Elternteile könnte die Umstellung auf die Lollipop-Tests zum Problem werden, befürchtet Middelberg. „Die Eltern sitzen morgens auf heißen Kohlen, für den Fall, dass jemand wegen eines positiven Tests anruft“, schildert er. Hinzu kommt, dass das bisher angewendete Wechselmodell umgestellt wurde. So waren bis jetzt für jedes Kind immer die gleichen zwei Wochentage für den Präsenzunterricht in den Schulen eingeplant – zumindest in Darfeld und Osterwick, während Holtwick bereits auf das nun kommende Modell gesetzt hat. Die Eltern konnten also genau einplanen, dass sich ihr Kind zum Beispiel immer dienstags und donnerstags im Homeschooling befindet. „Nun ist das Kind mal montags, mittwochs und freitags vor Ort und in der Woche danach am Dienstag und Donnerstag“, so Middelberg. Letztlich sieht er allerdings mit den neuen Tests ein Licht am Ende des Tunnels. „Wenn die neuen Tests der Weg sind, dass bald wieder ganze Klassen zusammen in der Schule lernen können, dann kann man den Test nur befürworten“, meint er.

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