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Erwartungen übertroffen: 70 Teilnehmer beim Dorfspaziergang mit Geschichten

Mal besinnlich und meistens heiter

Darfeld

(heg). Wenn die Katholische Bücherei Darfeld und die Spielschar Darfeld eine Veranstaltung planen und anbieten, dann können die Teilnehmer in der Regel sicher sein, dass es ein vergnüglicher Abend wird. Und so war es auch am Freitag, als 70 Teilnehmer ab 18 Uhr durch Darfeld zogen. Die Kultur in Darfeld meldete sich definitiv zurück.

„Das Ofenrohr“ mit Julia Mühlenkamp (l.) und Andrea Wiesmann bekommt viele Lacher. Foto:

Der Tross der Kulturhungrigen, der gutgelaunt durch den Ort spazierte, fiel auf und an insgesamt acht Stationen gab es plattdeutsche Stücke, mal besinnlich und meistens heiter. „Nach der langen Zeit haben alle Akteure von der Spielschar, auch ich, ganz viel Lampenfieber“, schilderte Heinz Schwering im Gespräch, bevor es losging. Wenn das Lampenfieber zum Gelingen beigetragen hat, war es in Ordnung, nötig war es nicht, denn: „Wir hatten mit 30 gerechnet und es sind 70 Teilnehmer geworden“, freute sich Ulla Hanhart, Leiterin des Teams der Katholischen Bücherei Darfeld. „Die lang geplante Alternative zur ausgefallenen Nacht der Bibliotheken ist ein voller Erfolg und die Idee, die Spielschar Darfeld mit ins Boot zu holen, erweist sich als super; auch, weil Heinz Schwering die Stücke wunderbar arrangiert und auf Darfeld abgestimmt hat.“

Alle Texte nahmen Bezug auf den Ort, an dem gelesen wurde. Nach Einstimmen vor der Bücherei ging es weiter zu folgenden Stationen: Friedhof (Besinnliches zum Thema Tod, „Auch er gehört dazu“, meinte Ulla Hanhart, die den Spaziergang moderierte), Kirche (De Hillige Geist wurde vom Pastor vermisst), Fleischerei Vollmer (Dat Swien von Rockel und mehr ließen grüßen), Dorfpark (Die Tradition des Kiepenkerls, hier dargestellt von Heinz Schwering, kam nicht zu kurz), Feuerwehr (aus Zufall wurde eine Übersetzung des kürzlich verstorbenen Rainer Schepper verlesen, ein Stück aus dem Struwwelpeter, das „De gar trurige Geschichte met dat Füertüüg“ erzählte), Bahnhof (Was haben Reiseutensilien wie der sogenannte Kulturbeutel mit Kultur zu tun und ein Sketch, in dem zwei Frauen aus Stadt und Land auf den Zug warten) und zu guter Letzt der Grillplatz an der Vechte (Ein Lob an die plattdeutsche Muttersprache), wo es mit Wurst und Getränken einen gemütlichen Abschluss gab.

Alle Akteure, dazu gehörten Ulla Banker, Martina Garwers, Julia Mühlenkamp, Doris Wellner, Andrea Wiesmann, Heinz Schwering als „arrangierender Kiepenkerl“ und natürlich das Büchereiteam, das gemeinsam mit einigen Sponsoren für das Rundherum Sorge trugen, gaben ihr Bestes.

Ganz besonders für ihren Auftritt gelobt wurde Andrea Wiesmann, die bereits zu Beginn an der Bücherei die Lachmuskeln aufwärmte. „Sie brachte sofort alle in die richtige Stimmung und zum Lachen“, meinten lächelnd einige Teilnehmerinnen beim Weg von einer Station zur anderen. Höhepunkt und ein absoluter Angriff auf alle Lachmuskeln war der Sketch am Bahnhof, wo sie und Julia Mühlenkamp so gut spielten, dass ein Lacher nach dem anderen aufbrandete. Und da auch noch das Wetter mitspielte, stand diese Kulturveranstaltung wohl unter einem guten Stern und der Abend klang gutgelaunt und gemütlich am Grillplatz an der Vechte aus.

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