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Erdgas strömt seit Mai durch die Rohre

Rekultivierungsmaßnahmen dauern an

Holtwick

Auch wenn das Erdgas bereits strömt: Noch längst sind nicht alle Rückstände vom Bau der Zeelink-Leitung in der Holtwicker Bauerschaft Hegerort beseitigt. Die Felder sind von Spurrinnen geprägt, Metallplatten und Rohrstücke liegen an den Rändern, und wie eine Schneise frisst sich die unterirdische Gasleitung, die oberhalb mit orangefarbener Erde bedeckt ist, durch das Grün der Umgebung. Mit dem Bau der Erdgasfernleitung gehen auch als Abschluss Rekultivierungsarbeiten einher. „Unser Ziel ist es, diese Arbeiten in Rosendahl bis Ende dieses Jahres abzuschließen“, berichtet Andreas Lehmann von der Unternehmenskommunikation der Open Grid Europe (OGE) auf AZ-Nachfrage.

Von Leon Seyock

Seit Mai strömt das Erdgas durch die Fernleitung „Zeelink“, die durch die Open Grid Europe (OGE) betrieben wird. Die insgesamt 216 Kilometer lange Leitung verläuft auch durch den Hegerort. Noch sind die Rückstände der Arbeiten unübersehbar, entsprechende Rekultivierungsmaßnahmen sollen bis Jahresende abgeschlossen sein. Foto: Foto: Leon Seyock

Die OGE mit Sitz in Essen ist die Betreiberin der Zeelink-Leitung. Insgesamt führt diese über 216 Kilometer von Würselen bei Aachen bis nach Legden. 4,5 Kilometer verlaufen durch das Rosendahler Gemeindegebiet. Im Sommer des vergangenen Jahres wurden die ersten Vorbereitungen zur Verlegung der Rohre mit einem Meter Durchmesser getroffen. Im Oktober verschwanden die schwarzen Rohre schließlich in der Erde.

In Betrieb genommen wurde die Leitung, in dessen Umsetzung rund 696 Millionen Euro investiert wurde, im Mai. Laut Pressemitteilung des Netzbetreibers wurde damit „eines der größten Infrastrukturprojekte der letzten Jahre in Deutschland“ umgesetzt. Dr. Jörg Bergmann, Sprecher der Geschäftsführung von Open Grid Europe, dazu: „Zeelink ist nicht nur eines unserer größten Projekte, sondern auch ein hochmodernes Pipelinesystem, das zukunftsfähig ist.“

Für den Netzbetreiber ist laut Andreas Lehmann dieses Millionen-Projekt erst abgeschlossen, „wenn auch die betroffenen Landwirte mit der Rekultivierung ihrer Flächen zufrieden sind“. Denn hauptsächlich handele es sich im Rosendahler Gemeindegebiet um landwirtschaftlich genutzte Flächen, die nun bis Jahresende wieder – in Absprache mit den Landwirten – „in ihren ursprünglichen Zustand gebracht werden sollen“.

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