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Ehrenamtspreis der Sparkasse Westmünsterland verliehen

„Sie sind Helfer, die Heimat schaffen“

Rosendahl

Mit zwei großen Schaufeln schlagen Arkin Eryilmaz und Karl-Heinz Thier, Leiter der Sparkassenfilialen in Osterwick beziehungsweise Billerbeck, zum Ortstermin auf. „Es soll ja auch in Zukunft tatkräftig weitergehen“, sagt Thier lachend. Gemeinsam mit Bürgermeister Christoph Gottheil überreichten sie jetzt den Ehrenamtspreis für das Jahr 2020. Im Fokus standen dabei „Helfer, die immer da sind und die Heimat schaffen“, so der Bürgermeister in einer kurzen Ansprache. Entgegennehmen durften die mit jeweils 1500 Euro dotierten Ehrenamtspreise (nicht 15 000 Euro, wie gestern irrtümlich berichtet) voller Freude die helfenden Hände, die sich seit vielen Jahren für den Osterwicker Dorfpark sowie für den Bahnhof Darfeld einsetzen – die Gottheil kurzerhand „Heimathelfer“ taufte.

Von Leon Seyock

„Heimathelfer“ nennt Bürgermeister Christoph Gottheil (links) die helfenden Hände, die im Osterwicker Dorfpark und am Bahnhof Darfeld ehrenamtlich anpacken. In Vertretung für die Gruppen nahmen (hintere Reihe, ab 2. v. l.) Bernhard Schmeken, Rolf van Deenen, Willi Isfort, Maria Ueding (unten Mitte), Erich Gottheil (4. v. r.) und Gregor Deitert (2. v. r.) die Ehrenamtspreise von Arkin Eryilmaz (Leiter Sparkassenfiliale Osterwick) und Karl-Heinz Thier (Leiter Sparkassenfiliale Billerbeck) entgegen. Foto: Fotos: Leon Seyock

Üblicherweise findet die Übergabe des Preises der Sparkasse Westmünsterland im Rahmen des Neujahrsempfangs der Gemeinde statt. „Auch wenn die Veranstaltung zu Jahresbeginn nicht möglich war, ist es uns wichtig, die Ehrung trotzdem durchzuführen“, schildert Gottheil. Dazu sollte jetzt, rund fünf Monate später, ein würdiger Rahmen mit einer kleinen Feierstunde im Rathaus gefunden werden. Auch wenn das Ehrenamt während der Corona-Pandemie nicht immer direkt sichtbar gewesen sei, hätten dennoch viele Projekte weiter vorangetrieben werden können, „da hat man in die Hände gespuckt“, so der Bürgermeister. Es sei nicht damit getan, einzelne Projekte umzusetzen, sondern auch die Pflege und Instandhaltung der Anlagen gehöre dazu, was mit dem Ehrenamtspreis anerkannt werden soll. „In beiden Ortsteilen haben wir quasi eine ganze Fußballmannschaft samt Auswechselspieler, die dranbleiben und Heimat gemütlich machen.“ Denn die durch die Heimathelfer geschaffenen Ort würden der Gemeinde „gut zu Gesicht stehen“.

Stellvertretend für die ehrenamtlich Tätigen im Osterwicker Dorfpark nahmen Gregor Deitert, Willi Isfort und Erich Gottheil dankend den Preis entgegen. „Das Geld kommt wiederum neuen Projekten zugute, die in Planung sind“, schildert Gregor Deitert. Unter anderem soll in den kommenden Monaten ein Sandsteintrecker mit Licht und Sound im Dorfpark aufgestellt werden. Zurückblickend konnten die Osterwicker Heimathelfer im Herbst des vergangenen Jahres den Gehweg im Dorfpark fertig pflastern, „dann kam die dritte Corona-Welle, seitdem sind wir größtenteils mit der Pflege des Parks beschäftigt“, so Deitert.

Viel Pflege nimmt auch das alte Bahnhofsgelände in Darfeld in Anspruch, um das sich das Team um Rolf van Deenen, Maria Ueding und Bernhard Schmeken kümmert. „Die größten Maßnahmen wie das Backhaus oder die Markise sind abgeschlossen“, blickt van Deenen zurück. Im Sommer, wenn man sich wieder mit mehr Personen treffen darf, sollen Überlegungen für neue Projekte angestellt werden.

Einen finanziellen Puffer von 1500 Euro gibt es nun jedenfalls für die zwei Heimathelfer-Gruppen. Karl-Heinz Thier, der die Schecks überreichte, erinnert sich: „Als ich vor elf Jahren begonnen habe, bei der Sparkasse zu arbeiten, sahen der Dorfpark und der Bahnhof noch ganz anders aus. Es ist toll, was seitdem geschaffen wurde“, sagt er anerkennend.

Aus der gesamten Runde, die zu der Übergabe zusammengekommen war, gehen lobende und dankende Worte an Erich Gottheil, „der schon fast ein Studium gemacht hat“, meint Gottheil scherzhaft, um Förderungen für jedes einzelne Projekt zu beantragen. „Ohne ihn wäre vieles nicht möglich gewesen“, resümiert Gregor Deitert, der auch betont, dass sich die Zusammenarbeit zwischen den Ortsteilen zur Freude aller in der Vergangenheit deutlich verstärkt hätte.

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