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129 i-Dötzchen in den Rosendahler Grundschulen begrüßt

Strahlende Gesichter statt Masken

Rosendahl

Buntes Treiben an der Sebastian-Grundschule: Zahlreiche schillernde Schultüten und neue Tornister verwandelten den Schulhof in Osterwick in ein waschechtes Farbenmeer. Insgesamt 53 i-Dötzchen haben sich erstmals auf den Weg zur Schule gemacht. „Und das in voller Kapelle“, wie Thomas Middelberg verrät. Immerhin war man in den jüngsten Corona-Jahren noch gezwungen, die Veranstaltungen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen durchzuführen. „Es ist ein Stück weit Normalität eingekehrt“, freut sich der Schulleiter.

In den drei Rosendahler Grundschulen gab es einiges zu bestaunen: Zahlreiche bunte Tornister und Schultüten schmückten zur Einschulung der 129 Erstklässler die Schulgelände. Foto: Foto: dpa

Ähnlich sieht die Situation in Holtwick aus. Hier darf sich die Nikolaus-Grundschule über 42 neue Schülerinnen und Schüler freuen. „Wir haben die beiden ersten Tage sehr gut überstanden“, bilanziert Schulleiterin Claudia Lanca. Ebenso wie in Osterwick wurde die Einschulungsfeier nach einem vorherigen Dankgottesdienst auf dem Schulhof durchgeführt. „Zwar nur mit den Eltern als Begleitung, damit die Menge überschaubar bleibt. Dafür aber mit allen Kindern gleichzeitig und nicht aufgeteilt in zwei Gruppen“, schildert sie. Zusätzlich wurden die Feierlichkeiten etwas kürzer gehalten. „Allerdings nur wegen der Hitze. Da hat Corona ausnahmsweise mal nichts mit zu tun“, schmunzelt Lanca. So werden auch in Holtwick die Lockerungen vom Land sehr positiv aufgenommen. Immerhin sind strenge Vorschriften aktuell passé – Freiwilligkeit ist das Gebot der Stunde. Beispielsweise bei der Maskenpflicht. „Ein Großteil der Schülerinnen und Schüler verzichtet auf sie“, erklärt Lanca auf AZ-Nachfrage. Sie begrüßt diese Entwicklung. „Es ist erleichternd, dass die Dinge wieder ihren halbwegs gewohnten Gang gehen.“

Gleiches Bild in Osterwick: Wie Thomas Middelberg informiert, sei nur noch eine Handvoll Schüler mit dem Mund-Nasen-Schutz unterwegs. Auch das Angebot, am ersten Unterrichtstag einen Antigenselbsttest durchzuführen, hat ein eher kleinerer Teil der Schülerschaft in Anspruch genommen. „Pro Klasse waren es durchschnittlich zwischen sechs und zehn Kinder“, so Middelberg.

Im Vergleich zu den anderen beiden Rosendahler Ortsteilen ist auch in Darfeld die Lage nicht anders. Kaum bis gar keine Masken, dafür zahlreiche strahlende Gesichter. „Ein wirklich unbeschwerter, sonniger und schöner Start für unsere vielen Neulinge“, kommentiert Andrea Lyding, Leiterin der Antonius-Grundschule, die Ankunft der insgesamt 34 Einschulkinder. „Es freut mich sehr, dass diese Feier ganz ohne Einschränkungen über die Bühne gehen konnte.“

Einhergehend mit dieser zurückgewonnenen Normalität ist der Wunsch nach Kontinuität groß. „Das aktuelle Klima in der Schule sollte möglichst lange aufrechterhalten werden. Die Frage ist, ob diese Normalität ab dem Herbst wieder zu bröckeln beginnt“, blickt Middelberg bereits Monate voraus. In die gleiche Kerbe schlägt Andrea Lyding: „Wir können nicht in die Glaskugel schauen. Wir bleiben einfach zuversichtlich und drücken die Daumen“, betont sie. Ob es künftig wieder zu Einschränkungen kommt, steht auf einem anderen Blatt. „Es wäre einfach schön, wenn sich die Kinder auch weiterhin gegenseitig ins ganze Gesicht und nicht nur in die Augen schauen können“, spricht Claudia Lanca vielen aus der Seele.

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