1. www.azonline.de
  2. >
  3. Lokales
  4. >
  5. Rosendahl
  6. >
  7. „Unermüdliche Stütze“ in der Gemeinde

  8. >

Rosendahler Bürgerstiftung würdigt den Einsatz von ehrenamtlichen Dolmetschern

„Unermüdliche Stütze“ in der Gemeinde

Rosendahl

Sprachliche Barrieren überwinden, als Vermittler agieren und Geflüchtete dabei unterstützen, sich in ihrem Alltag besser zurecht zu finden: Besonders in Zeiten wie diesen ist der Einsatz von ehrenamtlichen Dolmetschern nicht nur Gold wert, sondern zugleich auch ein entscheidender Faktor zur Bewältigung der derzeitigen Flüchtlingssituation. „Sie sind ständig für uns im Einsatz und eine unermüdliche Stütze für viele Menschen“, betont Flüchtlingskoordinatorin Haifa Hammer. Dieses Engagement hat die Bürgerstiftung Rosendahl nun mit einem Präsent gewürdigt. So durften sich Jehad Dababsa aus Holtwick sowie Nikolai Maas, Khrystyna Polkna und Nodar Kelberashvili aus Osterwick über prall gefüllte Geschenkkörbe freuen.

Für ihren ehrenamtlichen Einsatz als Dolmetscher bekamen nun (v.l.) Nodar Kelberashvili, Khrystyna Polkna, Jehad Dababsa sowie Nikolai Maas (r.) einen Präsentkorb von Dorothea Roters (2. v.r.), stellvertretend für die Rosendahler Bürgerstiftung, überreicht. Über die unermüdliche Unterstützung freut sich auch Flüchtlingskoordinatorin Haifa Hammer (4. v.l.). Foto: Foto: Leon Eggemann

Alle vier haben unmittelbar nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine mit ihrer ehrenamtlichen Dolmetscher-Arbeit in der Gemeinde begonnen. „Jehad kam selbst im Frühjahr als Flüchtling zu uns und hat sofort seine Hilfe angeboten“, verrät Haifa Hammer. So beherrsche dieser neben ukrainisch auch russisch, arabisch sowie englisch. „Mir wurde geholfen, jetzt will ich auch helfen“, erklärt Dababsa die Hintergründe seines Einsatzes.

Wurzeln in Osteuropa haben auch seine Dolmetscher-Kollegen. So kommt Nodar Kelberashvili aus Georgien und wohnt seit fünf Jahren in der Gemeinde. In der damaligen Sowjetunion geboren wurde Nikolai Maas. „Mein jüngster Sohn ist mit einer Ukrainerin verheiratet“, erzählt er. Um bei der Unterbringung von Geflüchteten seinen Beitrag zu leisten, hat er mehrere Personen bei sich in Osterwick aufgenommen. „Und als ich mit der Gemeinde Kontakt geknüpft hatte, lag die Hilfe als Dolmetscher auf der Hand“, ergänzt er.

Ebenfalls ukrainische Flüchtlinge aufgenommen hat Khrystyna Polkna. Seit zehn Jahren ist sie in Osterwick wohnhaft, kommt gebürtig selbst aus der Ukraine. „Hier kommen Menschen in ein fremdes Land, sprechen eine fremde Sprache. Sie sind auf Hilfe angewiesen, um sich hier besser zurecht zu finden“, weiß sie um die Bedeutung der ehrenamtliche Hilfsbereitschaft.

Eingesetzt werden die Dolmetscher in den verschiedensten Alltagssituationen. „Sie sind teilweise auch spontan auf Abruf zur Stelle. In der Schule, beim Arzt oder auch im Rathaus beim Stellen von Anträgen“, listet Haifa Hammer nur ein paar Beispiele auf. Ebenfalls gefordert, zur Not auch per Telefon, sind die Ehrenamtler zusätzlich, wenn neue Geflüchtete die Gemeinde erreichen. „Das vereinfacht die Koordination und den Ablauf enorm“, so Hammer weiter.

Für die Bürgerstiftung Grund genug, mit einer kleinen Geste einfach mal Danke zu sagen. „Die aktuelle Situation kann nur Hand in Hand gelöst werden. Da ist es absolut lobenswert, dass Personen aus Rosendahl für ihre neuen Mitmenschen da sind“, spricht Dorothea Roters stellvertretend für die Bürgerstiftung dem Dolmetscher-Quartett ihren Dank aus. In dem Wissen, dass ihre Expertise auch in den nächsten Wochen und Monaten essentiell gebraucht wird.

Startseite
ANZEIGE