Geplante Baugrundstücke auf der Grünfläche an der Wiedings Stegge: Feststellungsbeschluss gefasst

Verfahren zur Wohnbebauung schreitet voran

Osterwick. Auf der Grünfläche an der Wiedings Stegge, die im Besitz der Kirchengemeinde ist und heute als „Bolzplatz“ genutzt wird, sollen in naher Zukunft sechs bis acht Baugrundstücke entstehen (wir berichteten). Zunächst gilt es in diesem Vorhaben, den Flächennutzungsplan zu ändern, um die Fläche für die Wohnnutzung planungsrechtlich vorzubereiten. Der Planungs-, Bau- und Umweltausschuss befasste sich in seiner jüngsten Sitzung nun mit eingegangenen Stellungnahmen während der öffentlichen Auslegung – besonders von Anliegern – und fasste anschließend einstimmig den Feststellungsbeschluss. Das letzte Wort hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am 25. Februar.

Leon Seyock

Auf der Grünfläche an der Wiedings Stegge, die im Besitz der Kirchengemeinde ist und als Erweiterung des Friedhofs dienen sollte, sollen sechs bis acht Grundstücke entstehen. Der Bauausschuss hat dazu nun den Feststellungsbeschluss gefasst. Foto: Archiv

Dass Kindern und Jugendlichen mit der Bebauung „die letzte frei begehbare Grünfläche in Osterwick“ genommen werde, kritisierte ein Anlieger in einer Stellungnahme, die öffentlich einsehbar ist. Die Verwaltung erläuterte, dass die „Nutzung als Fläche für Spiel und Sport“ bisher lediglich aufgrund der freiwilligen Bereitschaft des Eigentümers möglich gewesen sei. Ein Anspruch auf eine dauerhafte Fortsetzung der Nutzung als „Bolzplatz“ bestehe daher weder für die Gemeinde Rosendahl noch für die Anwohner.

In zwei Stellungnahmen werden des Weiteren Bedenken von Anliegern aufgrund des erhöhten Verkehrs, der zu erwarten sei, geäußert. „Wir nehmen die Bedenken zur Kenntnis, diese betreffen aber konkret nicht die Änderung des Flächennutzungsplanes, sondern das Bauleitplanverfahren“, schilderte Anne Brodkorb, Leiterin des Fachbereichs Planen und Bauen, in der Sitzung des Ausschusses. Ist das Verfahren insofern vorangeschritten, dass das Bauleitplanverfahren eingeleitet werde, würden diese Planungen erneut offengelegt und Bürger hätten im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung die Möglichkeit zur Abgabe einer Stellungnahme.

Für den „Bolzplatz“ solle zudem eine Ersatzspielfläche gefunden werden, „die gibt es aber noch nicht“, so Bürgermeister Christoph Gottheil und kommentierte weiter: „Wir arbeiten eines nach dem anderen ab.“

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