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Interimskita am Brink in Osterwick hat ihre Pforten geöffnet

Viel mehr als nur eine Notlösung

Osterwick

Dass es vorher Bedenken gegeben hat, das will er nicht von der Hand weisen. „Vonseiten der Eltern haben uns hinsichtlich des Standortes vorab einige skeptische Äußerungen erreicht“, schaut Bürgermeister Christoph Gottheil zurück. Seitdem die Interimskita am Brink in Osterwick ihre Pforten geöffnet hat, sind die kritischen Stimmen allerdings verstummt. „Es war deutlich zu spüren, dass die Eltern beim ersten Besuch der Kita positiv überrascht waren“, verrät Leiterin Sylvia Kemper.

Von Leon Eggemann

Freuen sich, dass die Interimskita am Brink nun ihre Pforten geöffnet hat: (v.l.) Ewald Homann (DRK-Ortsverein), Wolfgang Croner (Fachbereich Ordnung und Soziales), Bürgermeister Christoph Gottheil, Kita-Leiterin Sylvia Kemper, Andrea Marten-Karg und Michaela Südfels (Erzieherinnen), FSJ’ler Mathis Morgenstern, DRK-Kreisvorstand Christoph Schlütermann, Gebäudemanager Alexander Scholz und Auszubildende Denise Hempen. Foto:

Kein Wunder: Aus den Räumlichkeiten des hiesigen DRK-Ortsvereins ist ein wahres Spiel-Paradies für die Kinder geworden. „Nicht schlecht für eine Notlösung“, stellt auch DRK-Kreisvorstand Christoph Schlütermann mit Blick auf die zwei Spielräume inklusive weitläufigem Eingangsbereich schmunzelnd fest.

In die gleiche Kerbe schlägt auch Gottheil – wobei sich dieser nicht nur auf den Begriff Notlösung beschränken möchte. „Vielmehr soll mit der Sanierung eine dauerhafte Nutzung der Räumlichkeiten gewährleistet werden. Auch über die einjährige Nutzung als Kita hinaus“, betont er. So sollen auch die Offene Kinder- und Jugendarbeit, die das Obergeschoss bezieht und noch gerne im Erdgeschoss einen Raum für sich hätte, sowie der DRK-Ortsverein von der aufbessernden Maßnahme profitieren.

Entsprechend habe sich auch einiges im Innenbereich getan, wie Gebäudemanager Alexander Schulz aufzählt. So sind nun unter anderem die Sanitäranlagen nicht nur behinderten-, sondern auch kindgerecht. Hinzukommen sämtliche Ausbesserungen, die zur Erfüllung der Auflagen notwendig waren – darunter kindersichere Steckdosen, splitterfeste Fensterscheiben oder Brandschutztüren. „Die Kosten belaufen sich auf knapp 60 000 Euro“, informiert der Bürgermeister. Immerhin sei zusätzlich auch sämtliches Mobiliar und Spielmaterial angeschafft worden, das im Sommer 2022 in die neue Kita am Wiedel übernommen wird.

Bis es allerdings so weit ist, herrscht noch am Brink reger Betrieb. 13 Kinder finden in der Interimskita Platz, drei weitere kommen noch dazu. „Sie haben schon jeden Raum für sich erobert. Um hier anzukommen, haben sie nicht lange gebraucht“, berichtet Sylvia Kemper. Dabei wird neben den Spielräumen auch der verhältnismäßig kleine Außenbereich mit neu angelegten Sandkasten regelmäßig erkundet. „Wenn die Kinder woanders an der frischen Luft spielen wollen, sind die Wege zum Dorfpark oder der Kita Wunderland nicht weit“, erklärt sie.

Indes tut sich auch auf der Fläche der zukünftigen Wiedel-Kita etwas. „Der Neubau geht voran“, sieht Gottheil den aufgestellten Zeitplan nicht im Verzug. Zumal eine Verzögerung nach Meinung von Schlütermann definitiv verkraftbar wäre: „In diesem Kita-Räumen kann man es schließlich auch aushalten.“

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