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Hundesteuer

Vierbeiner bringen konstante Einnahmen

Rosendahl

Sie sind ein treuer Weggefährte, ein Spielkamerad und bereichern das Leben vieler Menschen: Hunde. Wer gemeinsam mit einem oder mehreren der Vierbeiner zusammenwohnt, muss Hundesteuer zahlen. Die Höhe der Abgabe legt dabei jede Kommune selbst fest. Wie das Statistische Landesamt in dieser Woche berichtete, hat die Hundesteuer in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres so viel Geld wie noch nie in die Kassen der Kommunen gespült. Was müssen Hundehalter in Rosendahl zahlen? Und wie viel Geld nimmt die Gemeinde jährlich durch die Hundesteuer ein? Ein Blick in den Haushalt gibt Aufschluss.

Von Leon Seyock

Wer einen Hund hält, muss Hundesteuer zahlen. In Rosendahl spült das jährlich mehrere Zehntausend Euro in die Kasse. Über 3100 Hunde werden laut Auskunft der Verwaltung in der Gemeinde gehalten. Foto: Leon Seyock

Relativ schnell ist erkennbar, dass die Höhe der eingenommenen Hundesteuer in den vergangenen fünf Jahren sehr konstant geblieben ist und bei etwa 80 000 Euro pro Jahr liegt. „Mindestens seit 2016 liegt der Hundesteuersatz auf dem gleichen Niveau“, ordnet Magdalena Paschert ein, die in der Verwaltung für die Hundesteuer zuständig ist. Wer einen Hund hält, zahlt demnach 70 Euro jährlich, bei zwei erhöht sich die Abgabe an die Gemeinde auf 85 Euro und bei drei oder mehr auf 100 Euro je Vierbeiner. Ordentlich in die Tasche greifen müssen Besitzer von gefährlichen Hunden: Einer kostet 550 Euro, bei zwei oder mehr Hunden werden 700 Euro je Tier fällig. Als gefährlich werden etwa Pitbull Terrier oder Rottweiler eingestuft.

Auch wenn 80 000 Euro auf den ersten Blick nach einer großen Summe aussehen – betrachtet man die gesamten Steuereinnahmen der Gemeinde, machen die Hunde einen verschwinden geringen Teil aus: 0,5 Prozent. Im landesweiten Vergleich spielt Rosendahl mit der geforderten Hundesteuer zudem eher in der unteren Liga, wie der frisch veröffentlichten Statistik zu entnehmen ist.

Die Einnahmen lassen wegen der unterschiedlichen Besteuerung der Tiere keine Rückschlüsse auf die Zahl der Hunde zu, die gehalten werden. Wie viele Rosendahler zahlen also die Hundesteuer? „Bei uns sind 3105 Hunde gemeldet“, gibt Paschert weiter Auskunft.

Wie der Bund der Steuerzahler berichtet, seien die eingenommenen Gelder nicht zweckgebunden. „Zuerst einmal verlangen wir keine Steuern, um uns daran zu bereichern. Wir nehmen nicht mehr Geld ein als nötig“, stellt die Verwaltungsmitarbeiterin heraus. Unter anderem werde Steuergeld für Reinigungen verwendet – wenn der Bauhof zum Beispiel unliebsame Hinterlassenschaften der Vierbeiner beseitigen muss. Manchmal komme es auch zu Beschädigungen durch Hunde, zum Beispiel an Bäumen, so Paschert. Auch dann werde Geld dafür eingesetzt, diese Schäden zu beseitigen oder im schlimmsten Fall einen neuen Baum zu pflanzen. Paschert spricht bei der Hundesteuer von einem „zuverlässigen Satz“ – und sie geht davon aus, dass sich dieser in den kommenden Jahren auch nicht wesentlich verändern wird.

Hundesteuer in NRW

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