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Test-Stationen verzeichnen Rückgang an Besuchern

Weniger Rosendahler lassen sich testen

Rosendahl

Ob für die Arbeit, dem Besuch des Restaurants, vor dem Fußballtraining oder eben privaten Treffen mit Freunden – all diese Beschäftigungen haben in den vergangenen Wochen einen treuen Begleiter gehabt: den Coronatest. Diese Pflicht ist nun in den meisten Bereichen aufgehoben, das macht sich auch bei den hiesigen Testzentren in Rosendahl bemerkbar. „Wir haben den Trend verzeichnet, dass sich weniger Menschen testen lassen“, erklärt Christoph Schlütermann, Kreisvorstand des Deutschen Roten Kreuzes, auf AZ-Nachfrage.

Von Leon Eggemann

Die Teststationen in allen drei Rosendahler Ortsteilen verzeichnen einen Rückgang an Personen, die sich auf das Coronavirus testen lassen. Das bisherige Angebot soll trotzdem weiter aufrechterhalten bleiben. Foto: Foto: Archiv

So dokumentiert nicht nur die im Mai errichtete DRK-Teststation in Holtwick weniger Zulauf, sondern auch das primär aufgesuchte Testzentrum im Rathaus in Osterwick. „Mittlerweile hat sich dieser Trend aber wieder ein wenig eingependelt“, betont Schlütermann. Obwohl es zum Teil nicht mehr verpflichtend ist, würden viele Bürgerinnen und Bürger aus Rosendahl weiterhin – auch für das Gefühl von Sicherheit – das Test-Angebot wahrnehmen. „Das ist auch dringend zu empfehlen. Es ist nur ein minimaler Aufwand, der die große Chance bietet, die aktuell niedrigen Inzidenzen weiter kleinzuhalten“, schildert der DRK-Kreisvorstand.

Mittlerweile hätten sich bereits 7600 Personen im Testzentrum in Osterwick testen lassen, knapp über 700 Bürger kommen aus Holtwick hinzu. „13 positive Befunde hat es seitdem gegeben, auch wenn in letzter Zeit keine positiven Fälle mehr aufgetreten sind“, erläutert Schlütermann. Dennoch müsse weiter Vorsicht walten: Schließlich sei die Pandemie mit Blick auf die sich in Europa ausbreitende Delta-Variante des Virus noch nicht vollständig überwunden. Aus diesem Grund solle die Test-Infrastruktur des DRK auch noch nicht schon voreilig abgebaut werden. „Erst schauen wir wie sich die Situation im Herbst darstellt“, verrät Schlütermann.

Ebenfalls kontinuierlich ihr Test-Angebot unterbreiten wollen die Betreiber der Drive-In-Teststation Oasien, die auf dem Gelände des Autohauses Voss in Darfeld Tests durchführen. „Kein Wochentag und auch keine Öffnungszeit soll gestrichen werden“, kündigt Florian Christaller, Inhaber der Tagespflege Oasien, an. Und das, obwohl auch er mittlerweile Einbrüche bei den durchgeführten Tests wahrnehme. „Es ist definitiv verhaltender, unter der Woche sind wir schon knapp bei der Hälfte an Tests im Vergleich zu den Spitzenzeiten angekommen“, stellt er fest. Am Wochenende hingegen sei die Nutzung des Test-Angebotes nahezu ungebrochen. Dennoch: Waren es vor einigen Wochen noch 1900 Tests pro Woche, werden nun circa 1200 Testungen auf das Virus durchgeführt.

Ähnlich sieht es im Holtwicker Sportheim aus. Dort bietet der hiesige Sportverein gemeinsam mit der Erlebniswelt Sport weiter kostenlose Tests an. „Unter der Woche wird es immer weniger, am Wochenende ist der Ansturm ähnlich hoch“, fasst es Florian Böckelmann von SW Holtwick zusammen. Sind es am Montag zum Beispiel knapp 40 durchgeführte Testungen, steigt die Anzahl am Samstag auf über 80. „Gefühlt war trotz der Rückgänge schon das ganze Dorf hier“, schätzt Böckelmann. Auch dort soll das Test-Angebot weiter bestehen. So bringt es Schlütermann auf dem Punkt: „Wir wollen nicht kaputt machen, was wir bisher erreicht haben. Um uns gegenseitig zu schützen, sind die Coronatests weiterhin von riesiger Bedeutung.“

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