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Kartoffelkirmes und Stoppelmarkt fallen in diesem Jahr erneut aus

„Zeit für Märkte aktuell noch nicht reif“

Darfeld/Osterwick

Es hatte sich in den vergangenen Wochen schon angekündigt, jetzt ist es offiziell: Auch in diesem Jahr wird es keinen Stoppelmarkt in Darfeld und keine Kartoffelkirmes in Osterwick geben. Damit fallen beide Veranstaltungen bereits im zweiten Jahr hintereinander aus. „Angesichts der Unsicherheit in Zeiten von Corona und den wieder steigenden Inzidenzen haben wir uns für eine Absage entschieden“, erklärt Günter Vollmer, Vorsitzender des Werberings Darfeld, auf AZ-Nachfrage.

Von Leon Eggemann

Zum zweiten Mal in Folge muss der Stoppelmarkt in Darfeld in diesem Jahr ausfallen. Grund dafür sind die Unsicherheiten in Zeiten von Corona und den wieder steigenden Inzidenzen. Foto: Fotos: Archiv

Neben dem nicht ausreichenden Sicherheitsaspekt seien darüber hinaus auch zeitliche Probleme Schuld an der erneuten Absage. „Wir haben uns vom Werbering lange nicht treffen können. Dabei hätten wir für unsere Planungen schon ein halbes Jahr Anlaufzeit gebraucht“, wäre Vollmer die Durchführung des Stoppelmarktes auch zu kurzfristig. Immerhin hätte dieser schon am 4. und 5. September über die Bühne gehen sollen.

Ähnlich sieht die Situation beim Werbering in Osterwick aus. Auch hier ist die Unsicherheit vor der Corona-Pandemie der Hauptgrund für die Absage. „Es wäre natürlich ärgerlich, wenn viel Herzblut investiert wird und letztendlich findet die Kirmes doch nicht statt“, schildert Nicole Wegmann, Vorsitzende des Osterwicker Werberings. Darüber hinaus hat auch in Osterwick die letzte gemeinsame Versammlung des Werberings im Februar 2020 stattgefunden. „Durch die Pandemie wird höchstens per Telefon oder in Einzelgesprächen kommuniziert“, verrät Wegmann. Dies mache die Organisation äußerst schwer. Doch mit Blick auf das nächste Jahr hat sie bereits die nächste Veranstaltung ins Auge gefasst. „Wir schauen jetzt auf das Frühlingsfest“, kündigt Wegmann an. Auf die Kartoffelkirmes, die am 25. und 26. September stattgefunden hätte, wird aber verzichtet.

Vonseiten der Gemeindeverwaltung kann Bürgermeister Christoph Gottheil die Entscheidungen nachvollziehen. „Keiner weiß, wie sich die Inzidenzwerte in Zukunft entwickeln“, betont er. Als der Gemeinde sowohl von den Werberingen als auch aus der Kaufmannschaft ein ungutes Gefühl vermittelt wurde, habe man sich daher gemeinsam dazu entschlossen, die beiden Veranstaltungen aus Sicherheitsgründen abzusagen. „Natürlich bedauere ich diese Entscheidung. Besonders, da zuletzt Kulturveranstaltungen wie das Open-Air-Konzert von Gregor Meyle gut über die Bühne gegangen sind“, so Gottheil. Dagegen sind Stoppelmarkt und Kartoffelkirmes allerdings ein anderes Kaliber. „Es handelt sich hier nicht um eine geschlossene Veranstaltung. Es kann also nicht einfach mit Registrierung in der Luca-App oder der Kontrolle der drei G’s bestmögliche Sicherheit gewährleistet werden“, schildert der Bürgermeister.

Andere Veranstaltungen, die im Laufe des Jahres noch anstehen und eingrenzbar sind, sollten dagegen in ihren Planungen fortgeführt werden – als weiterer Schritt in Richtung Normalität. Anders ist das noch bei Kartoffelkirmes und Stoppelmarkt. „Die Zeit für Märkte ist noch nicht reif“, stellt Gottheil fest.

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