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Diskussionen im Planungs-, Bau- und Umweltausschuss

Zuspruch für neue Sporthalle überwiegt

Holtwick. Lieber mit einem Neubau ordentlich Geld in die Hand nehmen oder mit einer Bestandssanierung günstiger fahren? Im Hinblick auf diese Fragestellung diskutierten die Mitglieder des Planungs-, Bau- und Umweltausschusses über den weiteren Umgang mit der Sporthalle an der Holtwicker Grundschule. Letztendlich überwiegte die Meinung, den Neubau einer Sanierung vorzuziehen.

Leon Eggemann

Seit den Sechzigern wird die Sporthalle in Holtwick genutzt und weist einige Schäden auf. Aufgrund von hohen Sanierungskosten strebt die Verwaltung eher einen Neubau an. Die Mitglieder des Planungs-, Bau- und Umweltausschusses stimmten dieser Überlegung mehrheitlich zu. Foto: Archiv

„Wir bräuchten, um die vorhandene Halle in heute übliche Standards zu versetzen, Geld für knapp einem halben Neubau“, schilderte Bürgermeister Christoph Gottheil. Wie die Verwaltung darstellte, würden sich die Kosten einer Sanierung auf 800 000 bis 1 000 000 Euro belaufen. So seien die sanitären Einrichtungen nicht nur überaltet, sondern würden zum Teil nicht richtig funktionieren. Ebenso müsste der komplette Boden wie auch der Prallschutz ausgetauscht werden. Unabhängig davon seien darüber hinaus energetische Maßnahmen an der Halle, die in den Sechziger-Jahren erbaut wurde, dringend erforderlich. „Es sollte also überlegt werden, ob nicht ein Neubau womöglich die bessere Lösung ist“, ergänzte der Bürgermeister. Ein Neubau solle unter anderem eine größere Spielfläche, mehr Umkleiden sowie einen freien Bereich für Zuschauer zur Spielfläche bieten.

„Zu einer Schule gehört eine gute Sportanlage. Durch die weitere Nutzung von SW Holtwick und der OGS würde ein Neubau dazu einen Mehrzweck erfüllen“, sprach sich Frederik Deitert im Namen der CDU-Fraktion für eine neue Sporthalle aus. Dabei betonte er, dass eine Nutzung als Schulsporthalle im Vordergrund der Planungen stehen muss. Davon zeigte sich Winfried Weber (Grüne) wenig überzeugt. „Es wäre ein großer Fehler, wenn wir jetzt die Chance vertun, einem Neubau keine Mehrzwecknutzung zuzuführen“, erklärte er. Im Hinblick auf den großen Bedarf an OGS-Räumen sehe er eine gute Möglichkeit, ein Gesamtpaket auf den Weg zu bringen. „Eine Halle für viel Geld zu bauen, die dann nur als Ersatz für die alte Halle dient, ist dumm“, machte Weber deutlich.

Die Fraktion der Wählerinitiative Rosendahl (WIR) äußerte sich gegen den Vorschlag der Verwaltung, einen Neubau anzustreben. „Wir glauben nicht, dass zwei Millionen Euro für eine neue Halle reichen“, befürchtete Hartwig Mensing eine Kostenexplosion. Stattdessen solle lediglich die jetzige Halle in ihrem Bestand saniert werden. „Eine Sanierung kann genauso in den Kosten explodieren. Das Gebäude ist immerhin aus den Sechziger-Jahren“, argumentierte Deitert dagegen. Um den Bedenken der WIR-Fraktion entgegen zu kommen, zeigte Gottheil die Bereitschaft, einen Neubau nur durchzuführen, wenn auch Fördergelder in diesen fließen. „Wir sollten uns natürlich nicht verheben, aber auch nicht immer auf ein tiefspringendes Pferd setzen“, sagte er.

Ein Antrag der WIR-Fraktion, die Halle lediglich im Bestand zu sanieren und dafür auch Fördergeld einzustreichen, wurde mehrheitlich abgelehnt. Der Idee, einen Neubau anzugehen, wurde dagegen einstimmig bei drei Enthaltungen der WIR-Fraktion zugestimmt. Weiter darüber beraten werden soll im Gemeinderat am kommenden Donnerstag (27. 5.).

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