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Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr über das Projekt Modellregion

Ratsbündnis ringt um einheitliche Position zum Flyover

Kreis Coesfeld

Der Kreis Coesfeld ist als erste Modellregion in NRW mit Öffnungs-Projekten im Bereich Kultur und Sport gestartet. Keine großflächigen Öffnungsszenarien sollen es sein, sondern punktuelle Projekte. Einige Freibäder öffnen, die Freilichtbühnen proben, im Sport gibt es weitere Trainingsmöglichkeiten, der Kreis selber veranstaltet mehrere Konzerte.

n kleinen, abgrenzbaren Projekte Erkenntnisse gewinnen“: Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr vor der Kreis-Coesfeld-Karte in seinem Büro im Kreishaus.. Foto: Viola ter Horst

Welche Projekte sind am Start?

Schulze Pellengahr:
Wir haben ja eine ganze Klaviatur aufgenommen. Vom Torhauskonzert in Rosendahl über Ausstellungen in Dülmen bis zum Jugendtreff in Nordkirchen und Frei- und Hallenbädern in Billerbeck, Coesfeld, Ascheberg und Lüdinghausen. Wir als Kreis haben die Federführung übernommen und begleiten die Projekte, die weiteren Entscheidungen liegen vor Ort bei den Städten und Gemeinden.


Dabei sicherte Lewe den Kommunalpolitikern „vollständige Information“ zu, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Lewe betonte, dass es sich bei der von unserer Zeitung vorgestellten, negativen Studie um einen „nicht autorisierten Erstentwurf“ gehandelt habe.

Derweil hat die politische Diskussion an Fahrt gewonnen. Die Position der CDU ist klar, sie unterstützt die Radlerbrücke, die die Promenade mit der Bismarckallee verbinden soll. Aus dem Ratsbündnis aus Grünen , SPD und Volt hört man, dass man eine gemeinsame Positionierung anstrebt. Wie diese aussehen soll, ist offen.

Vielen Geld von Bund und Land

Hier einige Aspekte, an denen sich die aktuelle Debatte festmachen lässt:

  • Bund und Land wollen 9,4 Millionen Euro für die Brücke zur Verfügung stellen. Das ist außergewöhnlich viel Geld, sodass die Geldgeber ein Nein zu dem Projekt als Undankbarkeit verstehen könnten. Was hätte dies für Konsequenzen für andere Radprojekte in Münster, die gefördert werden sollen?
  • Die Stadtverwaltung begründet die Brücke mit einer zu erwartenden Verdoppelung der Radfahrerzahlen auf der Achse Promenade-Bismarckallee. Die Grünen sehen den Flyover, wie zu hören ist, sehr kritisch, wollen aber zugleich steigende Radlerzahlen. „Sie befinden sich in einem argumentativen Dilemma“, so ein Insider.
  • Sollte der Rat den weiteren Planungen zum Flyover zustimmen, stünde als nächster Schritt ein Gestaltungswettbewerb an. Was ist, wenn dann aussagekräftige Visualisierungen vorliegen und ein Aufschrei des Entsetzens durch die Stadt geht? „Können wir die Brücke dann noch stoppen?“, fragt ein Ratsmitglied.

Das Mehrheitsbündnis ist nach vorliegenden Informationen fest entschlossen, abseits einer möglichen Brücke den Autoverkehr auf der Achse Weseler Straße/Stadtgraben zu minimieren und Querungsmöglichkeiten für Radler zu verbessern. Was wäre, wenn in diesem Zusammenhang eine ebenerdige Lösung umgesetzt wird, die die Brücke überflüssig macht? Die Ratsgruppe Volt hat dieses Problem bereits angesprochen.

Vorsorglich hat sich Christina Geistkämper (39) einen Klappstuhl mitgebracht, um die Zeit bis zum Eintritt in die Arztpraxis besser überbrücken zu können. Hätte sie gar nicht gemusst, denn das zwölfköpfige Team des ehrenamtlichen Sonderarbeitskreises Coerde unter Leitung von Peter Griese hat an alles gedacht. Stühle stehen bereit, überall unterstützen Scouts in gelben Westen die Ratsuchenden und bieten den Dolmetscher-Service an.

„Impfen ist sehr sinnvoll, auch um meine Freunde und Nachbarn zu schützen“, meint Geistkämper. Und ist froh, direkt vor der Haustür sofort und nicht irgendwann viel später im weiter entfernten Impfzentrum am Albersloher Weg den Pandemieschutz bekommen zu können. Schon am Donnerstag hatte der Arbeitskreis auf dem Hamannplatz und in den Wohnsiedlungen Schutzmasken verteilt und auf die Aktion am Samstag hingewiesen. „Das ist der einfachste Weg und der kommt bei der Bevölkerung offenbar gut an“, so Griese. „Viele kennen sich untereinander, motivieren sich gegenseitig und kommen einfach“, sagt er.

Scouts bieten Dolmetscher-Service an

Actionstar Jason Statham (l.) als Auftragskiller Arthur Bishop sitzt hier gerade in einer Gefängnisinsel vor Malaysia ein. Foto: Helmut Etzkorn

Und die Stimmung in der Warteschlange ist auch am Mittag noch gut. Spontan bringt die Mitarbeiterin einer benachbarten Bäckerei Kuchen für die Helfer vorbei, derweil beruhigen die Scouts Menschen, die noch nicht dran sind. Es soll heute genügend Impfstoff geben, alle werden drankommen.

Vier Hauptpunkte 

  1. Massenimpfung
  2. Stadtgeschichte
  3. Lockerungen
  4. Post-Corona
Krisenstabchef Wolfgang Heuer

Heuer: „Ein niederschwelliges Angebot wird akzeptiert. Wer seinen Nachbarn in der Schlange sieht, geht auch eben schnell hin.“ Wenn Münsters Bevölkerung größtenteils durchgeimpft ist, kann sich Heuer eine ähnliche Aktion auch in der City für alle vorstellen, die bislang noch nicht im Impfzentrum, am Arbeitsplatz oder in Praxen geimpft geworden sind.

Wer seinen Nachbarn in der Schlange sieht, geht auch eben schnell hin.

Und die Stimmung in der Warteschlange ist auch am Mittag noch gut. Spontan bringt die Mitarbeiterin einer benachbarten Bäckerei Kuchen für die Helfer vorbei, derweil beruhigen die Scouts Menschen, die noch nicht dran sind. Es soll heute genügend Impfstoff geben, alle werden drankommen.

Vor Ort sind auch Krisenstabschef Wolfgang Heuer und Sozialdezernentin Cornelia Wilkens. Beide können sich vorstellen, schon bald das „Erfolgsmodell Coerde“ auch in Kinderhaus und Berg Fidel an den Start zu bringen. Zumal auch in diesen Hochinzidenzgebieten die Zahlen „erfreulich zurückgehen“.

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