Ehemaliger Schweinestall brennt / Polizei übernimmt Ermittlungen

Asbest erschwert Einsatz

Lienen-Kattenvenne

Was am frühen Dienstagmorgen auf einem Bauernhof am Paradiesweg in Kattenvenne zunächst nach einer Standardbrandbekämpfung ausgesehen hatte, entpuppte sich laut Einsatzleiter Eckhard Ehmann, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Lienen, schon bald als Einsatz mit Gefahrenpotenzial. „Da das Dach des ehemaligen Schweinestalls aus Eternitplatten war, habe ich Asbestalarm ausgelöst“, erläutert Ehmann, warum er die Kameraden aus dem Gebäude abzog, stattdessen den Brand von außen löschen ließ.

Dietlind Ellerich

Da das Dach mit Eternitplatten gedeckt war, musste die Einsatzleitung von einer Asbestbelastung ausgehen. In der Folge durften die Wehrleute nicht mehr ins Gebäude und löschten den Brand von außen. Foto: Feuerwehr Lienen

Was am frühen Dienstagmorgen auf einem Bauernhof am Paradiesweg in Kattenvenne zunächst nach einer Standardbrandbekämpfung ausgesehen hatte, entpuppte sich laut Einsatzleiter Eckhard Ehmann, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Lienen, schon bald als Einsatz mit Gefahrenpotenzial. „Da das Dach des ehemaligen Schweinestalls aus Eternitplatten war, habe ich Asbestalarm ausgelöst“, erläutert Ehmann, warum er die Kameraden aus dem Gebäude abzog, stattdessen den Brand von außen löschen ließ.

Das Feuer in dem Stall, in dem im hinteren Bereich eine Werkstatt untergebracht sowie ein Wohnwagen abgestellt war, hatten die Bewohner des Hofs gegen 6.43 Uhr selber bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Zunächst waren der Löschzug Kattenvenne und eine Gruppe aus Lienen vor Ort, nachdem Ehmann Vollalarm ausgelöst hatte, waren mehr als 60 Wehrleute im Einsatz, der rund drei Stunden dauerte. Auch den Gelenkmast der Lengericher Feuerwehr forderte der Einsatzleiter an.

Zur Brandursache und zur Höhe des Schadens kann Ehmann noch keine Angaben machen. Zur Brandermitt-lung sei die Einsatzstelle der Polizei übergeben worden, sagte er auf Anfrage. Sobald der Brandort freigeben sei, müssten die Eternitplatten entsorgt werden.

Der Wohnwagen konnte weitgehend unbeschädigt aus dem Stall geborgen werden. Drei Wohnmobile, die vor dem Gebäude standen, wurden von ihren Besitzern rechtzeitig aus der Gefahrenzone gefahren. Das Wohnhaus sei zu keiner Zeit in Gefahr gewesen, versichert Ehmann.

Dass alle am Brandort eingesetzten Wehrleute noch vor Ort trotz der frostigen Temperaturen draußen ihre komplette Einsatzbekleidung wechselten, begründet der Lienener Wehrführer damit, dass diese mit Asbest kontaminiert sei und in der Feuerwehrtechnischen Zen-trale (FTZ) des Kreises Steinfurt fachgerecht gereinigt werden müsse. Ersatzbekleidung habe in den Gerätewagen zur Verfügung gestanden. Die Einsatzschläuche würden ebenfalls in der FTZ des Kreises gereinigt, beschreibt Ehmann die übliche Vorgehensweise nach einem Brand.

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