Traktor-Korso am Samstag

Bauern bringen „einen Funken Hoffnung“

Ahlen

Wenn der Trecker-Korso anrollt, dann sind das nicht immer Bauern, die eine Demo machen. Am Samstag wollen viele Landwirte den Bürgern „einen Funken Hoffnung“ bringen.

Peter Schniederjürgen

Christian Leyer zeigt mit drei Traktoren wie es am Samstag – mit etwa 40 Teilnehmern allein in Ahlen – aussehen kann. Foto: Peter Schniederjürgen

„Ein Funken Hoffnung“ ist das Motto des Traktorkorsos der Landwirte durch Ahlen und Vorhelm. „Wir wollen am kommenden Samstag nach Einbruch der Dunkelheit den ‚Funken Hoffnung‘ in der dunklen Jahreszeit bringen“, sagt Sprecher Christian Leyer. Damit wollen die Bauern diesmal nicht demonstrieren, sondern Freude bringen. „Wenn es schon Pandemiebedingt keine Weihnachtsmärkte oder sonstige vorweihnachtliche Vergnügungen gibt“, unterstreicht Leyer.

Die mit Lichtern dekorierten Traktoren sollen buchstäblich Licht ins Dunkel bringen. Damit es keine Menschenansammlungen gibt, verzichten die Bauern darauf, die Strecke des Korsos bekannt zu machen. „Doch soviel sei verraten: Wir fahren vornehmlich durch Wohngebiete“, sagt der Landwirt. Wer also am Samstagabend in seinem Quartier Trecker hört, sollte sich ans Fenster begeben. Dann werden vermutlich die mit Lichterketten dekorierten Landmaschinen vorbeirollen. Ein spektakulärer Anblick. „Das passiert in der ganzen Region“, ergänzt Leyer. So ziehen in Vorhelm über 20 Traktoren durchs Dorf. Auch aus Walstedde, Sendenhorst, Drensteinfurt, Heessen und Enniger nehmen insgesamt etwa 40 Landwirte am Umzug teil. In Warendorf wird es ebenfalls einen Korso geben. Hier rechnen die Veranstalter mit etwa 15 Traktoren.

Zur Aktion aufgerufen hat „Land schafft Verbindung“, eine Berufsstandsorganisation. die auf die oft sehr prekäre Situation der Bauern aufmerksam machen will. „Diesmal wollen wir aber nicht demonstrieren, wir wollen nur Freude und Hoffnung bringen,“ betont Christian Leyer.

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