1. www.azonline.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Betrüger verschicken Links über den Facebook Messenger

  6. >

Nachricht bloß nicht öffnen

Betrüger verschicken Links über den Facebook Messenger

Ein Betroffener aus dem Münsterland hat ohne böse Vorahnung auf den gesendeten Link eines Facebook-Freundes geklickt. „Der funktionierte beim ersten Mal allerdings nicht. Also versuchte ich es noch ein weiteres Mal.“ Doch da war es schon zu spät. Die Betrüger hatten bereits Zugriff auf sein Facebook-Passwort erhalten. Wer dem Link folgt, wird auf eine weitere Webseite mit einem PDF Anhang geleitet. Sobald der Benutzer auf die Webseite geleitet wird, haben Hacker Zugriff auf die persönlichen Facebook-Daten.

Svanja Broders

colourbox.com Foto: colourbox.com

Kurze Zeit später erhielt der Mann mehrere Nachrichten von anderen Facebook-Freunden, die ihn auf sein gehacktes Facebook-Konto aufmerksam machten. „Viele meiner Freunde haben dann diese ominöse Messenger-Nachricht von mir bekommen“, berichtet er. Sofort habe er seine Freundesliste auf privat gestellt und sein Passwort geändert. Auch Facebook habe ihn auf die fragwürdigen Vorgänge auf seinem Account hingewiesen und eine Anleitung zur richtigen Vorgehensweise gegen Hacker geschickt. „Ich werde ab sofort alle Nachrichten mit erhöhter Aufmerksamkeit lesen“, sagt der Betroffene.

Was tun gegen Cyberangriffe?

Experten raten solche Nachrichten kritisch zu hinterfragen. Am besten sollten die Absender auf einem anderen Wege kontaktiert werden. Da deren Facebook-Konten bereits kompromittiert sein könnten. Diese sollten darauf hingewiesen werden, dass eine Betrüger-Nachricht in ihrem Namen im Umlauf ist. Facebook-Nutzer, deren Accounts bereits missbräuchlich genutzt wurden, sollten umgehend ihr Password ändern und die Freundesliste über mögliche Gefahren informieren. Ebenfalls sollten Nutzer ihr Endgerät mit einer aktuellen Antivirensoftware überprüfen.

"Identity Leak Checker" des Hasso-Plattner-Instituts

Auf folgender Webseite können Sie überprüfen, ob ihre Daten bereits durch kriminelle Cyberangriffe geklaut wurden: https://sec.hpi.de/ilc/search?. Einfach die eigene E-Mail Adresse eingeben und prüfen lassen. Sollten bereits persönliche Daten im Internet veröffentlicht und missbraucht worden sein, bekommt der Nutzer eine detaillierte Auflistung seiner betroffenen Dienste.

Startseite
ANZEIGE