Stadt schafft keine FFP2-Masken für Schüler an

Bürgerantrag abgelehnt

Lüdinghausen

Der Bürgerantrag, für die rund 4000 Schüler der Stadt FFP2-Masken anzuschaffen, fand am Dienstagabend keine Mehrheit im Haupt- und Finanzausschuss. CDU und FDP votierten dagegen, SPD und Grüne enthielten sich.

Peter Werth

Die Anschaffung von FFP2-Masken für die Schüler in der Stadt fordert Dieter Rös. Foto: Karin Völker

Engagiert trug Dieter Rös am Dienstagabend in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses sein Anliegen vor: Die Stadt möge doch 20 000 FFP2-Masken für die Schüler in der Stadt anschaffen. Denn nur diese, so der gelernte Krankenpfleger, der in den Kliniken in Dortmund, Wiesbaden und Lüdinghausen sowohl in der Maximalversorgung und in der Anästhesie als auch auf den Intensivstationen gearbeitet hat, seien tatsächlich das geeignete Mittel, eine Infektion mit dem Coronavirus zu vermeiden. Diese Maske sei besser als jede OP-Maske, erläuterte er den Kommunalpolitikern. Und: Die FFP2-Maske sei das einzig wirksame Mittel in geschlossenen (Klassen-)Räumen. „Setzen Sie ein Signal“, erklärte Rös.

Der Ausschuss mochte dem Anliegen allerdings nicht folgen. Mit Stimmenmehrheit von CDU und FDP wurde der Bürgerantrag abgelehnt. SPD und Grüne enthielten sich.

SPD-Fraktionssprecher Niko Gernitz sagte, dass in der Regel die Eltern ihre Kinder entsprechend ausstatten würden. Es sei allerdings durchaus sinnvoll, wenn Schulen für den Bedarfsfall Masken vorrätig hätten.

An der Tatsache, dass die FFP2-Masken den besten Schutz böten, gebe es keinen Zweifel, sagte Bernhard Möllmann. Allerdings, so der CDU-Fraktionssprecher: „Gesundheit ist auch ein Stück Eigenverantwortung. Da sind die Eltern in der Pflicht.“

Der Beigeordnete Matthias Kortendieck erklärte, dass die Stadt zu Beginn der Pandemie eine „Grundausstattung an blauen OP-Masken“ angeschafft habe. Doch die entgegnete Rös hätten „keine Schutzfunktion – null“.

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