Vogelküken schlüpfen

Der Frühling bringt sie an den Tag

Schapdetten

Der Schapdettener Ralf Leifken ist ein Vogelfreund. In diesen Tagen und Woche ist eine ganz besondere Zeit.

Dieter Klein

Klitzeklein sind die frisch geschlüpften Küken – aber laut nach Futter rufen, das können sie auch in ihrem noch sehr jungen Alter schon richtig gut. Foto: Dieter Klein

Nein, schön im herkömmlichen Sinne ist er sicher nicht, der streichholzgroße Kanari, der urplötzlich aus seinem haselnussgroßen grauen Ei krabbelt. Seine Äuglein sind noch hinter einer schützenden dünnen Haut verborgen, sonst sähe er, dass überall ringsum der Frühling mit Macht nach vorne drängt.

Ganz besonders im gepflegten Garten von Ralf Leifken am Dorfrand von Schapdetten. Wo Spaziergänger immer wieder stehen bleiben, vom plötzlichen vielstimmigen Vogelgezwitscher überrascht. Der Schapdettener weist dann nicht ganz ohne Stolz auf die große Voliere in seinem Garten, wo zurzeit Dutzende von Kanaris, Zebrafinken und Zwergwachteln in kunstvollen Nestern brütend auf ihren Nachwuchs warten.

Die kleinen farbenprächtigen Piepmätze kümmert es nicht, wenn nachts immer mal wieder der Winter an ihren Maschendraht-Behausungen rüttelt. Ralf Leifken hat ihre Brutplätze sorgfältig warm ausgepolstert. Dazu streut er ihnen neben den alltäglichen leckeren Körnern in den nächsten Wochen auch noch immer ein stärkendes Aufzuchtfutter in den Fressnapf. Aber die bunten Flieger verschmähen auch ein Stück Karotte, eine Gurke oder einen Apfel nicht.

Der Vogelfreund, der seine Liebe zur Natur, speziell zur gefiederten, schon seit seiner Kindheit pflegt, arbeitet wegen der Pandemie zurzeit häufiger von zu Hause aus. So hat er auch mehr Zeit für die Küken, die nun schon fast täglich das Licht über Schapdetten erblicken. Auch ganz zur Freude der vier Enkelkinder von Ralf Leifken. Denn für sie bedeutet der Besuch beim Opa und seinen kleinen „Flattermännern“ immer wieder eine hübsche Abwechslung, fast so was wie „ne‘ Besuch im Zoo“.

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