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NRW-Coronaschutzverordnung

Die aktuellen Lockerungen im Münsterland im Überblick

Münsterland

Die Inzidenzwerte sinken, die Zahl der Infizierten geht zurück: Längst sind Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen auch im Münsterland keine Hoffnung für die Zukunft mehr, sondern werden mehr und mehr real. Doch es gibt regionale Unterschiede.

Gunnar A. Pier

Ob Konzert in Coesfeld, Bummeln in Münster oder Minigolf am Pröbstingsee in Borken-Hoxfeld: Im Münsterland werden Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen sichtbar. Nur der Kreis Steinfurt endet die Bundesnotbremse und damit die Ausgangssperre frühestens am Freitag. Foto: Ursula Hoffmann, Helmut Etzkorn, Christa Niermann, Imago Images/Kirchner-Media
  • Stadt Münster: Der Inzidenzwert lag am Montag bei 21,3. Niedriger ist er nirgends in NRW. Seit dem 28. April beträgt er konstant weniger als 100. Deshalb gilt nun die NRW-Coronaschutzverordnung ohne Bundesnotbremse. Seit Samstag ist wieder vieles möglich, was direkt zu einem großen Andrang in der Innenstadt führte. So mussten Besucher mitunter lange auf einen freien Sitzplatz in der Außengastronomie warten, vor Testzentren entstanden lange Schlangen. Denn die neue Freiheit darf nur genießen, wer einen negativen Test vorweisen kann. Bleibt der Inzidenzwert unter 50, gibt es ab Freitag weitere Lockerungen.
  • Kreis Borken: Der Inzidenzwert liegt seit dem 8. Mai unter 100, am Montag wurde 60,1 gemeldet. Am Sonntag entfielen deshalb die Beschränkungen durch die Bundesnotbremse und es gelten die gleichen Regelungen wie in Münster.
  • Kreis Coesfeld: Der Inzidenzwert betrug am Montag 44,0. Über der Marke 100 hatte er hier – anders als im übrigen Münsterland – zuletzt zum Jahresende 2020 gelegen. Der Kreis Coesfeld ist deshalb eine der nordrhein-westfälischen Modellregionen, in denen schon vor den neuesten Lockerungen mit Öffnungskonzepten experimentiert wurde. Dazu gehören unter Auflagen geöffnete Freibäder, aber auch Open-Air-Konzerte und Aufführungen der Freilichtbühne. So fand mit dem Auftritt der Band Lonely Hearts Club nach Angaben von Bürgermeisterin Eliza Diekmann in Coesfeld am Wochenende „das erste Live-Konzert in dieser Größenordnung in ganz NRW“ statt. 160 Zuschauer waren dabei – 30 Ehrenamtliche kümmerten sich um einen reibungslosen Ablauf, darunter die Durchführung von Tests.
  • Kreis Steinfurt: Das Sorgenkind im Münsterland musste Ende April noch die Schulen komplett schließen wegen Inzidenzwerten über 165. Seit dem 1. Mai war die Inzidenz geringer als 165 und die Schüler können wenigstens wieder in den Wechselunterricht. Am Montag meldeten die Behörden 81,7 – aber erst den zweiten Werktag in Folge weniger als 100. Deshalb greift im Kreis Steinfurt noch die Bundesnotbremse. Zu den Maßnahmen gehört eine Ausgangssperre zwischen 22 und 5 Uhr. Wer einkaufen möchte, muss einen Termin vereinbaren (außer im Lebensmittelhandel etc.). Konzerte, Museen, Zoos: verboten. Die Gastronomie darf ausschließlich Außer-Haus-Angebote machen. Bleibt die Inzidenz unter 100, entfallen die Regelungen der Bundesnotbremse ab Samstag.
  • Kreis Warendorf: Der Inzidenzwert betrug am Montag 63,7 und lag zum neunten Mal in Folge unter 100. Seit Montag ist damit die Bundesnotbremse gelöst, es gelten die Regelungen der NRW-Coronaschutzverordnung und unter anderem Cafés dürfen öffnen.

NRW-Coronaschutzverordnung (Inzidenz zwischen 50 und 100)

In  Münster sowie in den Kreisen Borken, Coesfeld und Warendorf gelten derzeit die Regelungen der aktualisierten NRW-Coronaschutzverordnung. Sie sieht einige Lockerungen vor, darunter:

Tests: Für viele Unternehmungen müssen Inter­essierte einen negativen Coronatest vorlegen. Gültig sind PCR-Tests, Schnelltests und sogar Selbsttest. Allerdings muss das Ergebnis bestätigt sein.  Ausreichend sind auch die beim Arbeitgeber unter Aufsicht vorgenommenen Selbsttests, wenn der Arbeitgeber das Testergebnis bestätigt. Der Test darf  48 Stunden zurückliegen.

Sport: Bis zu 20 Personen ab 15 Jahren dürfen auf Sportanlagen unter freiem Himmel kontaktfreien Sport betreiben.

Übernachtungen: Der Betrieb von Hotels, Campingplätzen und Ferienwohnungen ist möglich, Gäste müssen einen Test vorweisen.

Konzerte unter freiem Himmel dürfen mit maximal 500 getesteten Gästen  stattfinden. Ein Sitzplan muss erfassen, welche Personen wo gesessen haben.

Sportveranstaltungen unter freiem Himmel dürfen mit getesteten Zuschauern stattfinden –   beschränkt auf 20 Prozent der Platzkapazität, höchstens aber 500 Zuschauer. Ein Sitzplan muss erfassen, welche Personen wo gesessen haben.

Freibäder dürfen zur Sportausübung (keine Liegewiesen) öffnen, daher ist die Besucheranzahl vom Betreiber des Bades entsprechend zu begrenzen. Voraussetzung ist ein negatives Testergebnis.

Festveranstaltungen wie Volksfeste, Stadt-, Dorf- und Straßenfeste, Schützenfeste und Weinfeste sind mindestens bis zum 30. Juni 2021 untersagt.

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