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Dankeschön-Aktion für die gastfreundliche Aufnahme

Flüchtlinge nähen Masken für Grundschüler

Telgte/Westbevern

Zahlreiche Masken haben Flüchtlinge für Telgter Grundschüler genäht. Sie wollen Telgte und den Telgtern etwas zurückgeben.

A. Große Hüttmann

Ein Blick in die Nähwerkstatt. Foto: Andreas Große Hüttmann

Die Stunden, die Khlosee Hannan, Afra Abdulihadi Rweedi, Rahman Hallaji Nezhad und seine Frau Fakhri Mahdavil sowie Mohamad Belal Mbayedge aus Syrien in den vergangenen Wochen in das Nähen von Masken investiert haben, haben sie nicht gezählt. „Wir wollen etwas für Telgte und die Telgter tun“, sagen die Flüchtlinge, die vom Verein Zib betreut werden – gleichsam als Dankeschön für die gastfreundliche Aufnahme.

Und sie haben bereits eine Menge getan: Die Nähmaschinen – der gelernte Schneider Hanan koordiniert das Ganze – standen kaum still. Fast 500 Masken in Kindergrößen sind bereits fertig oder noch in der Produktion, zudem weitere rund 150 für Erwachsene.

Die Kindermasken sind für die Telgter Grundschulen gedacht. Die ersten knapp 100 übergab Dr. Arno Lott, Vorsitzender des Vereins Zib, an Sabine Senkbeil von der Brüder-Grimm-Schule. Zudem werden die anderen Einrichtungen, die einen Bedarf angemeldet haben, welche bekommen. Das Ziel der Geflüchteten und von Zib ist es nach Möglichkeit, dass zur Wiederaufnahme des Schulbetriebs an den Grundschulen für jeden Schüler eine Maske vorrätig sei.

Denn zwar ist es grundsätzlich so, dass die Kinder Masken mitbringen sollen, das haben die Schulleitungen in Elternbriefen gefordert, aber die zusätzlichen Exemplare sollen unter anderem dann ausgegeben werden, wenn ein Kind beispielsweise eine vergessen hat. „Wir sind sehr dankbar für diese zusätzlichen Masken“, war Sabine Senkbeil die Freude anzumerken.

Dr. Arno Lott freut sich über das Engagement der Geflüchteten, die sich bei Zib gemeldet hätten. Zusammen sei dann die Idee der Nähwerkstatt entstanden.

Übrigens: Wer noch eine Kinder- oder Erwachsenenmaske benötigt, der kann sich per Mail an info@zib-telgte.de wenden. Die Flüchtlinge nehmen weitere „Aufträge“ an. Zugleich suchen sie aber auch Stoffspenden, um die Produktion weiter aufrechterhalten zu können.

Andere von Zib betreute Personen haben nach Angaben von Dr. Arno Lott angeboten, Besorgungen oder Einkäufe etwa für Senioren zu machen. Auch in diesen Fällen fungiert das Zib-Büro, es ist unter  70 98 784 ein Anrufbeantworter geschaltet, als Kontaktstelle.

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