Abschließendes Untersuchungsergebnis

Gutachten: Diesel-Auto löste Parkhausbrand am FMO aus

Greven

Ein Feuer vernichtete am 14. Oktober Dutzende Autos in einem Parkhaus am Flughafen Münster/Osnabrück. Jetzt steht die Unglücksursache fest.

Elmar Ries

Vom Parkhaus-Brand waren 60 Autos betroffen. Foto: Jens Keblat

Bei der Suche nach dem Fahrzeug, das in den Herbstferien den Parkhausbrand am Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) verursacht hat, haben die Gutachter ihre Arbeit beendet - und sind zu einem neuen Ergebnis gekommen. Anstelle des anfangs in den Fokus geratenen Hybrid-Fahrzeugs heißt es nun, brandverursachend sei ein Diesel-Pkw gewesen.

„Alle Gutachter haben sich abschließend auf dieses eine Fahrzeug festgelegt“, hieß es dazu am Freitag aus Ermittlerkreisen. Laboruntersuchungen hätten danach ergeben, dass bei dem Fahrzeug einer Oberklassenmarke ein Bauteil in der Motorelektronik defekt gewesen sei. Das Relais habe zu glühen begonnen und dadurch das Feuer ausgelöst.

Expertise muss vor Gericht bestehen

Bei dem Brand am 14. Oktober waren rund 60 Fahrzeuge teilweise komplett zerstört und das Parkhaus-Gebäude schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. Zuletzt hatten die Experten vier Autos als mutmaßlich brandverursachend identifiziert, darunter das zunächst verdächtigte Hybrid-Fahrzeug und der Diesel. Beide sollen nach Informationen unserer Zeitung im Parkhaus unmittelbar gegenüber gestanden haben.

Die Untersuchungen der Experten hatten so lange gedauert, weil ihre Expertise gerichtsfest sein muss. Alle Beteiligten gehen davon aus, dass der Pkw-Hersteller das Ergebnis kritisch hinterfragen wird.

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