90-jähriger Bewohner des Ludgerus-Hauses ist gestorben

Infektion fordert erstes Todesopfer

Heek

Traurige Nachrichten aus dem Ludgerus-Haus: Das Infektionsgeschehen im Seniorenheim hat am Wochenende ein erstes Todesopfer gefordert.

tgo

Auch bei weiteren Bewohnern des Seniorenheims ist der Krankheitsverlauf schwer. Foto: Markus Gehring

Das gab der Caritasverband Ahaus-Vreden als Träger der Einrichtung am gestrigen Montag (23. November) bekannt. Es ist zugleich der erste Todesfall in Heek überhaupt, der in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion steht.

Vorher ins Krankenhaus

Bei dem Verstorbenen handelt es sich um jenen 90 Jahre alten Bewohner des Seniorenheims, bei dem die erste Infektion im Ludgerus-Haus nachgewiesen worden war. „Das kann ich so offiziell bestätigen“, sagt Caritas-Pressesprecher Christian Bödding. Der Verstorbene wurde zuvor in ein Krankenhaus verlegt. „Dort ist er leider verstorben“, so der Caritas-Pressesprecher. Laut Caritas ist der Krankheitsverlauf auch bei einzelnen weiteren Bewohnern schwer.

​In Heek ist es zugleich der erste Todesfall, der in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion steht. Am Montag waren 71 Personen in der Dinkelgemeinde positiv getestet. Alleine im Ludgerus-Haus sind über 30 Bewohner und Angestellte betroffen. Auch Personen außerhalb der Einrichtung sind vom Infektionsgeschehen im Seniorenheim betroffen. Das bestätigt der Kreis auf Nachfrage.

Infektionsgeschehen bleibt diffus

So kann es nicht ausgeschlossen werden, dass sich nicht alle Besucher an die strengen Hygieneauflagen der Caritas gehalten haben. Etwas, das zumindest die Angehörigen des jüngst verstorbenen Bewohners im Ludgerus-Haus im selbst gesuchten Gespräch mit der Redaktion mit Nachdruck von sich weisen. Man habe sich wirklich an jede erdenkliche Vorgabe gehalten.

Aus Sicht der Angehörigen sei der Verstorbene auch nicht der Auslöser des Infektionsgeschehens im Haus. Grundsätzlich gilt das Infektionsgeschehen im Kreis als diffus. Oft lasse sich nicht klären, wie und woher einzelne Infektionen kommen, erklärte Kreis-Pressesprecherin Ellen Bulten bereits vor einigen Tagen.

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