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Debatte um Schutz von unter 16-Jährigen

Kinder-Impfungen nur in Praxis möglich

Münster

Die Chefs von UKM und Ärztekammer Westfalen-Lippe haben neuen Schwung in die Debatte um das Impfen von Kindern gebracht. Bleibt die Frage: Was müssen Eltern tun, die ihre Kinder unter 16 impfen lassen wollen? Die Kassenärztliche Vereinigung weiß es.

Von Marion Fenner

Zwei Jungs blättern vor ihrer Impfung in ihren Impfbüchern. Foto: picture alliance/dpa | Swen Pförtner

Eltern, die ihre Kinder unter 16 Jahren impfen lassen wollen, müssen sich dafür an ihren Haus- oder Kinderarzt wenden. Das hat Vanessa Pudlo von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) erklärt, nachdem die Ärztekammer Westfalen-Lippe und die Uniklinikum Münster (UKM) am Montag gefordert hatten, auch Kinder unter 16 so schnell wie möglich zu impfen. Sonst würden sich immer mehr Kinder und Jugendliche mit dem Coronavirus anstecken.

Derzeit ist nur der Impfstoff von Biontech für Jugendliche ab zwölf Jahren zugelassen. Er wird von der Ständigen Impfkommission (Stiko) für Personen dieser Altersklasse nur empfohlen, wenn besondere Risiken bei einer Covid 19-Infektion durch Vorerkrankungen oder auch durch das persönliche Umfeld bestehen.

Kinder und Jugendliche, deren Eltern sich zu einer Impfung entschlossen haben, könnten dafür jedoch keinen Termin in einem Impfzentrum buchen oder einfach so vorbeikommen. Dort würden nur über 16-jährige Personen geimpft. Das gelte auch bei den mobilen Impfteams, betont Pressesprecherin Vanessa Pudlo.

Eltern sollten mit ihrem Nachwuchs zum Kinder- oder zum Hausarzt gehen und sich dort beraten lassen, empfiehlt sie. Diese Ärzte könnten nach entsprechender Aufklärung die jungen Menschen impfen. Unter Zwölfjährige dürften überhaupt nicht gegen das Coronavirus geimpft werden, stellt sie klar. „Für sie ist zurzeit kein Corona-Impfstoff zugelassen.“

UKM und Ärztekammer fordern die Impfung auch angesichts des nahenden Endes der Schulferien. Bis dahin werden die meisten Kinder ohnehin keinen kompletten Impfschutz haben, weil laut Stiko zwischen Erst- und Zweitimpfung vier bis sechs Wochen liegen. Wichtiger sei es, so das Robert-Koch-Institut, dass sich viele Erwachsene impfen lassen.

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