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Marco Rensing hat ein Team für den Stadtradeln-Wettbewerb gegründet

Alstätter Radfahrer finden sich

Alstätte

So schnell kann es gehen: Marco Rensing wusste nicht, welchem Team er sich beim Stadtradeln anschließen sollte, da hat der 46-Jährige kurzerhand selbst eins gegründet: Alstätter.

Rupert Joemann

Treten zusammen beim Stadtradeln-Wettbewerb für das Team „Alstätter“ in die Pedalen: (v.l.) Marco Rensing, Verena Rensing und Reinhold Becking. Foto: Rupert Joemann

„Das war Zufall. Ich hatte nach einer bekannten Gruppe gesucht“, erzählt Marco Rensing. Doch er wurde nicht fündig. Also gründete er selbst eine. Der Name ist dabei Programm. Wer aus Alstätte auf der Suche nach einem Team war, konnte sich spontan bei den Alstättern anmelden.

Selbst Marco Rensing kennt nicht alle Gruppenteilnehmer persönlich. „Es ist lediglich eine lose Gruppe“, sagt Rensing, der in der Bauerschaft Brinkerhook wohnt. Eine Gruppe, die es aber vielleicht auch im nächsten Jahr wieder geben könnte. Das kann sich zumindest Reinhold Becking vorstellen.

Bislang Rang 26 in der Stadtwertung

Der 61-jährige Alstätter ist mit seiner Frau Waltraud begeisterter Freizeitradler. Von seinem Schwiegersohn hatte er vom Stadtradeln erfahren. Bei den teilnehmenden Teams fiel ihm prompt „Alstätter“ auf.

14 Fahrerinnen und Fahrer haben seit dem 1. Mai bisher 1460 Kilometer im Sattel verbracht. Damit liegt das Team derzeit auf Rang 26 der Ahauser Stadtwertung. Doch darum geht es den Alstättern nicht. Es geht um den Spaß am Fahrradfahren.

Marco Rensing hat vor 16 Jahren damit begonnen. Seitdem fährt er damit zur Arbeit – mittlerweile nach Ahaus. Auf rund jährlich 5000 Kilometer schätzt der 46-Jährige alleine seine Radkilometer zur Arbeit. „In 16 Jahren sind da etwa 80 000 Kilometer zusammengekommen.“ Durch den Umstieg aufs Zweirad, so Bautechniker Rensing, spare sich die Familie ein zweites Auto.

Vor drei Jahren hat er sich ein Pedelec angeschafft. „Man fährt damit weiter. Der Gegenwind bläst einem nicht entgegen. Außerdem kommt man nicht verschwitzt bei der Arbeit an“, sagt Familienvater Rensing. Das Entscheidende sei, einmal den inneren Schweinehund zu überwinden.

In Niederlanden bessere Fahrradwege

Seine Frau Verena hat sich vor einem Jahr ein Pedelec zugelegt. Seitdem unternehmen sie längere Touren. Sie können sich auch vorstellen, Mehrtagesfahrten zu unternehmen. Die haben Waltraud und Reinhold Becking schon absolviert. Das Alstätter Ehepaar hat bereits seine erwachsenen Kinder in Paderborn und Detmold mit dem Fahrrad besucht. „Wir nehmen die Fahrräder auch mit in den Urlaub“, sagt Reinhold Becking. Die Strecken um Alstätte haben die Beckings schon ausgiebig erkundet, deshalb nehmen sie ihre Räder jetzt zu entfernten Touren, zum Beispiel an den Niederrhein, mit dem Auto mit.

Sowohl Marco Rensing als auch Reinhold Becking fahren gerne in Niederlanden mit dem Rad. „Die Fahrradwege sind besser ausgebaut“, sagt Becking.

Die Fahrradbedingungen in den Niederlanden könne Deutschland sich „als Vorbild nehmen. Das macht einfach Spaß“, sagt Marco Rensing.

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