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Bürgerbusverein bereitet Wiederaufnahme des Fahrbetriebs am 7. Juni vor

Bald wieder mobil

Ahaus/Nienborg/Sc...

Knapp sechs Monate Corona-Zwangspause liegen hinter den 16 Fahrerinnen und 26 Fahrern des Bürgerbusvereins Heek-Legden. Jetzt hat das Warten ein Ende: Der Fahrbetrieb wird wieder aufgenommen, die sinkenden Infektionszahlen samt Inzidenz machen es möglich.

Till Goerke

Nach einem halben Jahr Zwangspause Foto: Ronny von Wangenheim

Corona-Schutzvorkehrungen wird es aber nach wie vor geben.

„Wir sind natürlich froh, dass es jetzt wieder losgeht“, ist der Vorsitzende des Bürgerbusvereins Egon Kiehl zufrieden. „Viele Fahrgäste haben mich zuletzt angesprochen und gefragt, wann wir wieder fahren.“ Und auch die aktiven Fahrer würden mit den Hufen scharren. Ein paar Tage müssen sich alle noch gedulden, erst in gut einer Woche, am 7. Juni, wird der Busmotor wieder gestartet.

​Ab Legden geht es dann wie gewohnt über Asbeck, Schöppingen/Gemen, Averbeck, Nienborg, Ahle, Ammeln bis nach Ahaus und zurück. Fünfmal täglich fährt der Bürgerbus dann wieder von Montag bis Freitag und steuert dabei 39 Haltestellen an.

Parallel mit Ahaus-Haaksbergen

Der Bürgerbus ergänzt mit diesem Angebot die Regionalverkehr Münsterland GmbH (RVM) in den Bereichen, in denen ein Fahrbetrieb durch die RVM aus wirtschaftlichen Gründen nicht vertretbar wäre, aber dennoch ein Bedarf an Mobilität besteht. Die Fahrer des Bürgerbusvereins fahren dabei im Auftrag der RVM.

​Die Wiederaufnahme des Fahrbetriebs sei darum auch in enger Absprache mit der RVM erfolgt, wie Egon Kiehl sagt. Sie erfolgt zugleich parallel mit der des Bürgerbusvereins Ahaus-Haaksbergen. Seit einem Jahr kooperieren die Vereine, wie Egon Kiehl berichtet. „So haben unsere Fahrgäste einfach noch mehr Möglichkeiten.“ Etwa, bequem bis zur niederländischen Grenze zu kommen.

Genug Fahrer zur Stelle

Und obwohl der Fahrbetrieb wieder starten wird – alle Fahrer des Bürgerbusvereins Heek-Legden werden nicht von Beginn an mit von der Partie sein. „Einige möchten lieber erst noch die zweite Impfung abwarten“, so der Vorsitzende. Das sei legitim und stelle für den Fahrbetrieb kein Problem dar. „Es stehen genug Fahrer bereit. Da muss sich keiner Sorgen machen.“

Alle Fahrgäste müssen während der gesamten Fahrt eine FFP2-Maske tragen. Eine einfache Stoffmaske reiche nicht aus, betont Egon Kiehl mit Nachdruck. Der Fahrer ist durch eine Scheibe von den Fahrgästen getrennt, die möglichst das Fahrgeld passend parat haben, um Geldwechsel zu vermeiden. „Die Fahrer desinfizieren sich auch regelmäßig die Hände sowie den gesamten Bus.“ Alles, um den Fahrgästen den bestmöglichen Schutz zu bieten, wie der Vorsitzende hervorhebt. „Es geht leider noch nicht ohne. Wir müssen wachsam bleiben.“

Bis zum Neustart werden die Busse auf Vordermann gebracht, erklärt Egon Kiehl. Es stehen Funktionscheck und Reinigung auf dem Programm. „Es soll ja schließlich alles tipptopp sein, wenn es wieder losgeht.“

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