35 Jahre alte Ölheizung der Kreuzschule wird ausgetauscht

Wärmezentrale im Schulkeller

Heek

An der Kreuzschule tut sich einiges: Die Sporthalle wird zu einem Kultur- und Sportzentrum erweitert, der Schulhof in mehreren Abschnitten umgestaltet. Angepasst an den Ganztag und auch vor dem Hintergrund des 2022 anstehenden 50-jährigen Bestehens. Selbst im Keller der Schule wird etwas passieren: Die Ölheizung wird ausgetauscht.

Till Goerke

Die Kreuzschule wird generalüberholt. Dazu soll neben einer neuen Turnhalle und einem neuen Schulhof auch eine Heizung auf neustem technischem Standard gehören. Foto: Till Goerke

Die über 35 Jahre alte Anlage läuft, ist aber in Sachen Klimaschutz und Energieeffizienz längst nicht mehr auf dem Stand der Technik. Darüber, dass sie langsam mal erneuert werden müsste, herrscht schon länger politischer Konsens. Auch der grobe Zeitplan steht, wie Klimaschutzmanager Johannes Hericks sagt: „Erste Angebote wurden bereits eingeholt.“

​Um zu wissen, was an Kosten auf die Gemeinde zukommt, ließ die Verwaltung eine mit regenerativen Brennstoffen betriebene Anlage bereits einmal grob kalkulieren. Demnach beliefen sich die Gesamtkosten für die Installation auf etwa 350 000 Euro inklusive einem Wärmenetz, um etwa die Gemeindeverwaltung und das Sportzentrum versorgen zu können.

Nach Planung und Fördermittelakquise könnte die Umsetzung nach der Heizperiode im nächsten Frühjahr starten, schätzt der Klimaschutzmanager. Um zu verdeutlichen, wie schlecht die alte Heizungsanlage für den Klimaschutz aufgestellt ist, führt Johannes Hericks gleich mehrere Aspekte an: ​Eine Kilowattstunde Heizöl erzeugt bei der Verbrennung rund 280 Gramm Kohlenstoffdioxid (CO) und hat damit den höchsten Wert unter den fossilen Brennstoffen.

Oft seien Anlagen auch zu groß dimensioniert. So werde häufig mehr Energie für die Wärmeerzeugung benötigt als notwendig. Und je älter eine Anlage ist, desto höher ist meist auch der Brennstoffbedarf. Hericks macht aber auch deutlich, dass eine moderne Heizungsanlage nicht immer das Non-Plus-Ultra ist. „Vielmehr muss diese sinnvoll auf den Bedarf des Gebäudes und der Nutzer abgestimmt sein.“ Dabei können verschiedene Arten von Energiequellen zum Einsatz kommen, wie etwa Hackschnitzel oder Pellets.

Auch in vielen Privathaushalten verrichten noch alte Ölheizungen ihren Dienst. Vor diesem Hintergrund hofft der Klimaschutzmanager, dass die Modernisierung der Schule-Anlage auch eine Signalwirkung hat. „Auf jeden Fall kann ein solches Projekt als Vorbild dienen. Wir sollten als Kommune Vorreiter sein. Vielleicht fühlt sich dadurch der eine oder andere angesprochen und entscheidet sich für einen Heizungstausch in den eigenen vier Wänden“, führt Johannes Hericks aus.

Sind gewisse Voraussetzungen erfüllt, fördert der Bund den Austausch der alten Ölheizung sogar mit bis zu 45 Prozent.

Auf der Homepage der Gemeinde gibt es dazu Informationen. Und auch Johannes Hericks steht als Klimaschutzmanager für Nachfragen unter anderem per E-Mail an J.Hericks@heek.de zur Verfügung.

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