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Drogenschmuggel auf dem Postweg vereitelt

Zöllner schnappen Niederländerinnen bei Kurierfahrt mit wahrem Drogen-Potpourri

Gronau

Dass der Drogenschmuggel auf dem Postweg eine immer größere Rolle spielt, bleibt auch dem Hauptzollamtes Münster nicht verborgen: Ende April stoppten Zöllnerinnen und Zöllner der Kontrolleinheit Verkehrswege des Hauptzollamtes Münster auf der B54 bei Gronau einen Pkw mit zwei niederländischen Insassinnen. Die jungen Damen im Alter von 20 und 21 Jahren aus Enschede und Rotterdam gaben gegenüber den Zollbeamten an, auf dem Weg zu einem Model-Casting zu sein. Tatsächlich aber hatten sie eine ganz andere Aufgabe.

wn

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Dass der Drogenschmuggel auf dem Postweg eine immer größere Rolle spielt, bleibt auch dem Hauptzollamtes Münster nicht verborgen: Ende April stoppten Zöllnerinnen und Zöllner der Kontrolleinheit Verkehrswege des Hauptzollamtes Münster auf der B54 bei Gronau einen Pkw mit zwei niederländischen Insassinnen.

Die jungen Damen im Alter von 20 und 21 Jahren aus Enschede und Rotterdam gaben gegenüber den Zollbeamten an, auf dem Weg zu einem Model-Casting zu sein. Die Frage der Beamten nach aus den Niederlanden eingeführten verbotenen oder verbrauchsteuerpflichtigen Waren verneinten beide explizit.

149 Briefe und zwei Pakete mit Drogen

Im Zuge der anschließend durchgeführten Kontrolle des Autos entdeckten die Zöllner im Kofferraum zwei große Einkaufstaschen eines namhaften Discounters. Doch anstelle von Lebensmitteln enthielten diese Taschen wiederum Müllsäcke, welche mit Postsendungen – insgesamt 149 Briefe sowie zwei Pakete – gefüllt waren. Die mit deutschen Postwertzeichen versehenen Sendungen sollten in Deutschland als Inlandssendungen aufgegeben werden. Weil der Betäubungsmittelschmuggel über den Postweg u.a. nach diesem Muster geschieht, öffneten die Zollbeamten zunächst stichprobenweise einige Sendungen und stellten hierbei fest, dass sich darin eine nicht geringe Menge Amphetamin befand.

Insgesamt stießen die Zollbeamten in den Postsendungen auf ein wahres Drogen-Potpourri: Rund 7,50 Kilogramm Amphetamin, 54 Gramm Kokain, 52 Gramm Heroin, 240 Gramm Ecstasy, 130 Gramm Chrystal-Meth, 345 Gramm MDMA, 2,5 Gramm LSD sowie 13 Gramm Marihuana befanden sich in den Briefumschlägen und Paketen. In der Handtasche der Beifahrerin entdeckten sie darüber hinaus noch weitere 13 Gramm Haschisch sowie 10 Gramm einer Tabak-Marihuana-Mischung.

Die Zöllner nahmen die jungen Niederländerinnen daraufhin vorläufig fest und eröffneten ein Strafverfahren gegen sie. Gegen die Fahrerin des Pkw erließ das Amtsgericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl. Die weiteren Ermittlungen hat das Zollfahndungsamt Essen am Dienstsitz Nordhorn übernommen.

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