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WohnBau Genossenschaft investierte 26,3 Millionen Euro in 2021

223 neue Wohnungen

Kreis Coesfeld

Die WohnBau Unternehmensgruppe hat es aktuell im Wohnungsbau mit zwei Seiten einer Medaille zu tun. Zum einen ein Vermietermarkt, der hohe Auslastung mit niedriger Fluktuation mit sich bringt. Zum anderen Rahmenbedingungen fürs Bauen, die von astronomischen Grundstückspreisen und Baukostensteigerung im deutlich zweistelligen Bereich gekennzeichnet sind, ohne dass Mietpreise – zumindest im westlichen Münsterland – vergleichbar explodieren.

Die WohnBau stellte in 2021 über 223 Wohnungen fertig. Allein in Dülmen entstanden an der Bischof-Kaiser-Straße (Foto) über 120 Wohnungen.

Die von der WohnBau initiierte und von vielen Institutionen begleitete Wohnungsmarktanalyse Münsterland habe deutlich gezeigt, dass es in hiesiger Region ein Wohnungsdefizit gebe, teilt die Genossenschaft mit. Dieses Manko erstrecke sich auf alle Bereiche des Wohnungsmarktes; insbesondere auf das bezahlbare Wohnen.

„Strategische Aufgabe für uns als wohnungswirtschaftlicher Dienstleister ist es, die konkurrierende Situation aus Wohnungsbedarf und außergewöhnlicher Verteuerung aufzulösen“, konstatierte Vorstandsvorsitzender Uwe Schramm in der Mitgliederversammlung der Genossenschaft.

So hat das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr 283 Wohnungen im Münsterland geschaffen, die zum Jahresende fertiggestellt waren oder sich noch im Bau befanden. Davon wurden im Kreis Coesfeld an fünf Stellen Wohnungen fertiggestellt und bezogen: In Senden an der Mühlenstraße (24 Wohneinheiten) und Am Alten Freibad (52), in Dülmen an der Bischof-Kaiser-Straße 5 bis 9a (55) und 11 bis 13a (66) sowie in Lüdinghausen an der Ascheberger Straße (26).

Mit Blick auf den gesamten Wohnungsbestand der WohnBau Gruppe sind rund die Hälfte aller Wohnungen öffentlich gefördert und somit preiswert zu mieten.

Die durchschnittliche monatliche Nettokaltmiete der Wohnungen betrug 5,79 €/ qm. Im Geschäftsjahr lag die Fluktuationsquote – also die gemessenen Mieterwechsel – mit 7,75 Prozent unter dem Wert des Vorjahres von 8,74 Prozent.

Mit einer Eigenkapitalquote von 48,1 Prozent steht die WohnBau nach Aussagen des Vorstands gesund dar. Dies sei aber auch dringend notwendig, um die enormen Investitionen in den Wohnungsneubau zu rechtfertigen. Im Geschäftsjahr wurden rund 26,3 Mio. Euro in den Neubau investiert. Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung bekommen die Mitglieder eine beschlossene Dividende in Höhe von vier Prozent.

Im Aufsichtsrat bestätigt wurden Anja Gerdes (Chefarztsekretärin), Dr. Ansgar Hörster (Kreisdirektor Kreis Borken), Mechtild Schulze Hessing (Bürgermeisterin Borken) und Dr. Kai Zwicker (Landrat Kreis Borken).

Für das ausgeschiedene Aufsichtsratsmitglied Heinz-Bernd Buss wurde dessen Nachfolger im Amt des Vorstands der Kreissparkasse Steinfurt, Carl-Christian Kamp, neu in den Aufsichtsrat gewählt.

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