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Erstes Jahr für neue IBP-Suchtberatungsstelle gut verlaufen / 325 Betroffene

Alkohol Droge Nummer 1

Kreis Coesfeld

Die neue Suchtberatungsstelle der Interkulturellen Begegnungsprojekte (IBP)/Alexianer GmbH ist in ihrem ersten Jahr gut angenommen worden. „Es klingelte sofort das Telefon, als unsere Beratungsstelle bekannt gemacht wurde“, berichtet Andrea Schmäing, Teamleitung der IBP-Suchtberatungsstelle, die sich mitten in der Innenstadt von Coesfeld befindet. „Ein guter Standort“, wie Schmäing findet. Denn die Hemmschwelle, „mal vorbeizuschauen“ sei für Betroffene möglicherweise nicht so hoch.

Von Viola ter Horst

Trotz, vielleicht auch gerade wegen der Corona-Pandemie wurde die Beratungsstelle im vorigen Jahr rege genutzt, wie aus dem Jahresbericht für 2021 hervorgeht. „Bei Lockdowns liefen unsere Beratungen auch digital“, so Schmäng. 325 Menschen, die von Sucht betroffen waren, nahmen die Angebote der Beratungsstelle 2021 in Anspruch. Die meisten waren Männer – 226 und 99 Frauen.

Alkohol war die Droge Nummer 1: 133 Männer und 66 Frauen oder 61,22 Prozent holten sich wegen Alkoholproblemen Hilfe von den Experten der Beratungsstelle. An zweiter Stelle folgte Cannabis mit 44 Männern und zehn Frauen, an dritter Stelle mehrere Substanzen, die nebenher konsumiert wurden (17 Männer und vier Frauen). „Aber auch viele Angehörige kamen, um sich Rat zu holen“, so Schmäing.

Der Kern der Arbeit der Beratungsstelle besteht in den persönlichen Kontakten mit Einzelgesprächen. Auch Gruppen- und Familiengespräche stehen auf dem Programm sowie wöchentliche Gruppensitzungen zu bestimmten Themen.

Bei 69 Personen sei ohne jegliche weitere Folgebehandlung eine deutliche Reduktion oder gar Beendigung des Drogen-Konsums erreicht worden, lautet das Resümee im Jahresbericht. In den Motivations- und Abstinenzgruppen gehen die Teilnehmer dem Thema Sucht und Suchtentstehung auf den Grund. Zwischen drei und zehn Personen kamen laut IBP regelmäßig zusammen, um neuen Input zu erhalten und Kontakte zu knüpfen. Zusammen mit den spezifisch geschulten Gruppenleitern seien Erfolge verstärkt und in den Alltag integriert worden.

Jeden Montag findet zwischen 16 und 17.30 Uhr eine offene Sprechstunde innerhalb der Suchtberatungsstelle statt. Die Sprechstunden im Coesfelder und Nottulner Krankenhaus wurde wegen der Pandemie zunächst ausgesetzt. In der Klinik am Schlossgarten in Dülmen boten die drei Beratungsstellen im Kreis Coesfeld allerdings auch 2021 ihre Sprechstunden an.

Der IBP e.V. ist neben Caritasverband und Arbeiterwohlfahrt (Awo) nach einem Ausschreibungsverfahren als dritter Anbieter im Kreis Coesfeld seit dem 1.1.2021 dabei. Die IBP sind für Coesfeld, Billerbeck, Havixbeck und Rosendahl zuständig. Für Nottuln, Senden und Dülmen ist die Awo verantwortlich und die Bereiche Lüdinghausen, Ascheberg, Nordkirchen und Olfen werden vom Caritasverband für den Kreis Coesfeld e.V. betreut. „Dabei können die Klienten die Bertatungsstellen aber frei wählen“, betont Schmäing.

Die meisten Menschen, die vom IBP e.V. betreut wurden, kamen aus Coesfeld: 143 der 325 Betroffenen.

Angebote

0 Einzelgespräche, Familien- und Paargespräche; Angehörigenberatung; Wöchentliche Motivationsgruppe; Abstinenzgruppe;

Wöchentlich Offene Sprechstunde; Sprechstunde in den Notunterkünften der Stadt Coesfeld;

Sprechstunde in der Klinik am Schlossgarten GmbH in Dülmen;

E-Mail- und Telefonberatung

0 Öffnungszeiten: Montag - Freitag 8.30 - 17 Uhr; Kuchenstraße 8, Coesfeld (Innenstadt)

0 Offene Sprechstunde:

Montags 16 - 17.30 Uhr

0 Kontakt: Tel. 0 25 41/ 88 80 112

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