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SV Herbern nutzt Corona-Zeit zur Sanierung des Vereinsgeländes

Anpacken statt abwarten

Herbern

Der SV Herbern hat die Corona-Zwangspause zur grundlegenden Sanierung des Vereinsheims genutzt. Aber auch draußen haben die Mitglieder in die Hände gespuckt.

Isabel Schütte

Foto: Isabel Schütte

Der SV Herbern hat die Corona-Zwangspause zur grundlegenden Sanierung des Vereinsheims genutzt: Ballfangzaun erneuert, Sträucher entfernt, neue Durchgangswege sowie die Erneuerung der Abwasseranlage am Tennisheim geschaffen. Zurzeit werden noch die Kabinen eins und zwei sowie die Schiedsrichterkabine kernsaniert.

„Anpacken statt abwarten“ lautete die Devise der Blau-Gelben, um das Vereinsgelände am Siepen grundlegend auf Vordermann zu bringen. Nur zu gern hätten die Aktiven jetzt schon mit Hinblick auf die Lockerungen alles fertig, doch das klappt nicht ganz. „Wir mussten auf Zusagen für Fördergelder warten, das war im Großen und Ganzen das Problem. Die Umkleidekabinen können hoffentlich nach den Sommerferien wieder in Anspruch genommen werden“, so der Vereinsvorsitzende Jürgen Steffen.

Sanierung SVH Foto: Isabel Schütte

Staubig und mit viel Muskelkraft wird am Vereinsheim gearbeitet. Fliesen und Wände wurden rausgerissen. „Das ist eben der SV Herbern. Hier klappt das mit der Projektplanung“, lobt Christian Scheipers von der Gemeinde Ascheberg. Der Großteil der Arbeit werde selbst erledigt. „Was wir in Eigenregie erledigen können, tun wir auch. Wir haben viele Gönner, auch bei den Herberner Firmen, diese sind eigentlich ausgebucht, aber dann werden wir doch noch irgendwie dazwischengeschoben“, sagt Jürgen Steffen.

Das umfangreiche Engagement der Mitglieder und Freunde dieses Vereins präzisiert der Vorsitzende in Zahlen: „Bisher waren es weit über 500 ehrenamtlich geleistete Stunden – und dass unter den besonderen Erschwernissen der Corona-Einschränkungen.“

Sanierung SVH Foto: Isabel Schütte

Neben aktiven Spielern aus allen Senioren-Mannschaften und dem Vorstand, fassen auch viele Unterstützer des Vereins regelmäßig mit an. „Wir glauben, dass die Arbeiten den meisten sehr vielen Freuden bereitet haben – jedenfalls kommen fast alle regelmäßig wieder“, freut sich Steffen. „Dafür kann man den Helfern gar nicht genug danken.“

Sanierung SVH Foto: Isabel Schütte

Durch die umfangreichen Eigenleistungen werden die Kosten so gering wie eben nötig gehalten. Trotzdem wäre das Projekt ohne externe Unterstützung nicht möglich gewesen. Insbesondere weil durch Corona verschiedene Einnahmen aus dem Spielbetrieb und aus Veranstaltungen ausblieben. Neben der finanziellen Beteiligung der Gemeinde hat es auch bereits private Spenden gegeben, die eine Finanzierung neben den Eigenmitteln überhaupt erst ermöglichten.

Sanierung SVH Foto: Isabel Schütte

Und wenn der Sommer jetzt bald kommt, freut sich der Vorsitzende über blühende Flächen vor dem Tennisheim, denn hier hat die Gemeinde Ascheberg ebenfalls geholfen. „Eine bunte, schöne Blühwiese für viele Insekten. Das unterstützen wir auch gerne“, betont Steffen.

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